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Die Badi Salez bietet mehr als nur Badespass - sie ist auch ein beliebter Treffpunkt

Wasserratten, Feinschmecker und Sonnenanbeter kommen im Freibad Salez auf ihre Kosten. Es ist für Gäste allen Alters ein beliebter Treff.
Bianca Helbling
Emma, Seraina, Leonie und Julia (v. l.) geniessen den Nachmittag in der Badi. (Bilder: Bianca Helbling)Emma, Seraina, Leonie und Julia (v. l.) geniessen den Nachmittag in der Badi. (Bilder: Bianca Helbling)
Bademeisterin Ingrid Stojetz hat die Badi im Griff.Bademeisterin Ingrid Stojetz hat die Badi im Griff.
Kinder veranstalten Tauchwettkämpfe und üben den Köpfler. Kinder veranstalten Tauchwettkämpfe und üben den Köpfler.
Kinder geniessen ihre Freizeit in der Salezer Badi.Kinder geniessen ihre Freizeit in der Salezer Badi.
Maria Stanisljevic bedient die Gäste mit Herzblut.Maria Stanisljevic bedient die Gäste mit Herzblut.
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Mehr als nur ein Badespass

Wo man sich im Sommer trifft

Heute startet der W&O seine Sommerserie. Die Redaktion geht diesen Sommer dorthin, wo sich Menschen in der warmen Jahreszeit bewusst treffen und Zeit miteinander verbringen. Die Badis in der Region beispielsweise sind beliebte Treffpunkte für Senioren, Mütter oder Jugendliche, die den halben Sommer dort verbringen. Was macht den Reiz aus, genau hier seine Freizeit gemeinsam zu gestalten, ist eine Frage, die in der heutigen Ausgabe beantwortet wird.

Um was sich die Welt in den Schrebergärten der Region dreht, wird ebenfalls thematisiert. Die Redaktion trifft Menschen, für die der Schrebergarten schon fast eine Lebenshaltung ist. Abseits des Alltags wird hier nicht nur über Gemüse gefachsimpelt, die Gespräche in den Beeten und an den Tischen drehen sich auch um Gesellschaftliches oder vielleicht mal nur Banales, um Weltpolitik oder Lokalstoff, Freuden und Sorgen.

Der W&O geht auch auf den Campingplatz und befragt Menschen, warum sie immer wieder hierher kommen. Der Campingplatz ist ein ganz eigener Kosmos, wo Stammgäste, die sich über Jahre hinweg immer wieder sehen, auf Durchreisende ohne besonderen Bezug zum Ort treffen.
Weiter werden Redaktorinnen und Redaktoren des W&O auch an Grillplätzen, Spielplätzen oder Sportplätzen, vielleicht auch am Bahnhof oder im Gipfelrestaurant Leute suchen, die sich hier treffen – ob bewusst oder unbewusst. (ab)

Dutzende Fahrräder und Autos signalisieren schon von Weitem, dass in der Badi Salez Hochbetrieb herrscht. Kleinkinder planschen mit ihren Müttern im Babybecken, Kinder veranstalten Tauchwettkämpfe oder üben den Köpfler und Erwachsene ziehen ruhig ihre Bahnen. Wer nicht ins Wasser will, kann sich auf dem Spielplatz, dem Trampolin und der grossen Wiese austoben oder einfach in der Sonne fläzen. Zur Stärkung gönnen sich Gross und Klein am liebsten einen Siedfleischsalat oder Pommes frites aus dem Restaurant.

Auch viele Schüler kommen gerne nach dem Unterricht hierhin. Emma, Seraina, Leonie und Julia besuchen nach den Sommerferien die Oberstufe. Sie verbringen im Sommer jede freie Minute in der Badi Salez. «Hier kennt man fast alle, es ist nah und wir treffen viele Kollegen», sagt Emma. Seraina ergänzt: «Wir können schnell mit dem Velo kommen und uns dann hier unterhalten, Leute beobachten und natürlich schwimmen.» Dann ist es Zeit für eine feine Abkühlung, die Gruppe holt sich eine Glace.

Badi-Wirtin feiert 
rundes Jubiläum

An der Restauranttheke werden sie bedient vom Team von Marica Maria Stanisljevic, die von allen Maria gerufen wird. Die Wirtin feiert heuer ihr zehnjähriges Badi-Jubiläum. Sie liebt die Atmosphäre im Freibad. «Ich mag den Kundenkontakt, die Abwechslung und koche gerne.» «Und das supergut!», ruft eine Badi-Besucherin vom Nebentisch herüber. Maria schmunzelt. Natürlich sei der Badibetrieb auch anspruchsvoll. «Bei schlechtem Wetter ist planen und einkaufen schwierig. Man muss eben sehr flexibel sein.» Das Team prüft jeweils den Wetterbericht und kocht auch bei schlechtem Wetter beinahe jeden Mittag. Denn viele Besucher schauen auch bei Regen oder Kälte auf ein Mittagessen vorbei.

«Es sind die Menschen, die die Badi ausmachen», sagt Maria.

«Ich kenne fast jeden Besucher hier. Kinder lerne ich noch im Bauch ihrer Mutter kennen und kann sie durch die Schulzeit hindurch begleiten. Sie sind ein bisschen wie meine eigenen Kinder. Viele malen mir Bilder oder schicken Postkarten aus den Ferien. Und wenn jemand einen Milchzahn in der Badi verliert, gibt’s eine Glace.»

Eine vorbeigehende Frauengruppe, die soeben ihre Schwimmrunde beendet hat, fasst zusammen: «Die Badi Salez ist friedlich, überschaubar und einfach familiär.» Zur guten Stimmung trägt auch die neue Bademeisterin bei, Ingrid Stojetz. Sie ist nicht nur für die Sicherheit der Badegäste verantwortlich, sondern verkauft auch Eintrittskarten, kümmert sich um die Grünpflege und unterhält die technischen Geräte. «Es wird nie langweilig. Hier bin ich gerne Mädchen für alles», lacht sie. Stojetz ist die einzige Bademeisterin in Salez.

Trotz zwei Aushilfen sei es ein anstrengender Job, gibt sie zu. Im Sommer arbeite sie beinahe jeden Tag. Aber es bleibe ihr absoluter Traumberuf, den sie schon als Kind habe ausüben wollen.

Neu bleibt die Badi 
von 9 bis 20 Uhr geöffnet

Und was machen Bademeister eigentlich im Winter? Stojetz erklärt: «Neben Ferien und Überstundenabbau arbeite ich im Werkhof der Gemeinde Sennwald mit. Das Aufgabengebiet ist ziemlich ähnlich wie im Freibad.» Die Bademeisterin mit 13 Jahren Erfahrung bringt viel Schwung und neue Ideen mit. So soll die Badi auch auf Social Media bekannt werden und für kommende Saisons zieht Stojetz Kurse wie Aquafitness in Betracht.

«Ich bin sehr froh um Ingrid», sagt Maria. «Sie ist jung, weiss viel und ist aufgestellt. Wir sind ein tolles Team.» Zusammen wollen sie für einen reibungslosen Badi-Alltag sorgen. Da viele Gäste gerne frühmorgens schwimmen möchten, hat das Freibad jetzt auch die Öffnungszeiten angepasst. Neu bleibt die Badi von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Maria und ihr Team hoffen nun auf eine weiterhin erfolgreiche Saison. Wenn das Wetter stimmt, bleiben die treuen Gäste bestimmt nicht aus.

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