Massnahmen sind auch im W&O-Gebiet deutlich spürbar

Das gesellschaftliche Leben wird aufgrund des Corona-Virus immer weiter eingeschränkt, auch im Werdenberg und Obertoggenburg.

Corinne Hanselmann
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Abgesehen von einigen Tourenskifahrern blieben die Pisten in Wildhaus am Wochenende leer.

Abgesehen von einigen Tourenskifahrern blieben die Pisten in Wildhaus am Wochenende leer.

Bild: Jürg Schustereit

Die von Bundesrat und Kanton beschlossenen Massnahmen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus sind auch in der W&O-Region deutlich spürbar. Seit Samstag stehen beispielsweise die Bergbahnen im Obertoggenburg, am Pizol und am Flumserberg still. Nachdem es am Freitagabend nach der Information des Bundesrats Unklarheiten gab betreffend Skigebiete, entschied man sich in der Nacht auf Samstag, dass sämtliche Anlagen und Gastrobetriebe per sofort geschlossen bleiben. Dies teilen die Bergbahn-Unternehmen mit. Das Skigebiet Malbun in Liechtenstein ist ab heute ebenfalls geschlossen.

«Hamsterkäufe» auch in Buchs

So zeigten sich die Regal in Buchs.

So zeigten sich die Regal in Buchs. 

PD

Die Unsicherheit der Bevölkerung machte sich am Samstag in den Lebensmittelläden bemerkbar, auch im Werdenberg. Wer einkaufen ging, stand vielerorts vor leergekauften Gemüsekisten, Toilettenpapier- und Konservenregalen. Zahlreiche Bilder dazu kursierten in den sozialen Medien. Nachdem am Freitag bekannt wurde, dass ab heute Montag in den Schulen kein Unterricht mehr stattfindet, entschied die Regierung des Kantons St.Gallen am Samstag, dass die Schulen ein Betreuungsangebot ab heute Montag bis zum 4. April sicherstellen müssen.

Leere Gemüsekisten in Buchs.

Leere Gemüsekisten in Buchs. 

PD

In Liechtenstein gelten ab morgen Dienstag noch strengere Regeln, wie die Regierung gestern Nachmittag bekanntgab. Der Betrieb von Restaurants und Bars wird komplett untersagt und alle Unterhaltungs- und Freizeitbetriebe wie Museen, Kurse und Weiterbildungen, Casinos, Jugendzentren, Sport-, Fitness- und Wellnesszentren werden eingestellt. Zudem sollen Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen untersagt werden.

Derweil zeigen sich viele Leute hilfsbereit und wollen besonders gefährdete Personen oder in Not geratene Eltern unterstützen. Das Kompetenzzentrum Jugend Werdenberg (KOJ) hat eine Hilfskoordination für den Raum Werdenberg gestartet und organisiert die Unterstützung durch Freiwillige, um beispielsweise Kinderbetreuung zu organisieren, Einkäufe zu erledigen oder mit älteren Menschen zu telefonieren. Wer Hilfe benötigt oder gerne mithelfen würde, meldet sich bei Markus Büchel, m.buechel@koj.ch oder Telefon 0794144427.