Massnahmen Corona-Virus: Die Hintertür zu den neuen Kontaktlinsen

Die Optikergeschäft haben geschlossen. Doch herrscht ein Notfall, werden Brillen- und Kontaktlinsenträger nicht im Regen stehen gelassen.

Robert Kucera
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Wer in diesen Tagen einen Notfall betreffend Brillen oder Kontaktlinsen hat, kann versichert sein, dass der Optiker eine Lösung parat hat.

Wer in diesen Tagen einen Notfall betreffend Brillen oder Kontaktlinsen hat, kann versichert sein, dass der Optiker eine Lösung parat hat.

Bild: Robert Kucera

Montagabend. Es ist beschlossene Sache. In der Schweiz bleiben die Läden zu. Mit einem schulterzuckenden «Na und?» geht der Bürger einkaufen. Im Wissen, dass die Lebensmittelhändler ihre Türen auch weiterhin offen halten werden, lässt sich gut das Allernötigste für ein bis zwei Tage einkaufen. Die vorbeihuschenden Hamsterer, die er aus den Augenwinkeln erspäht, blickt er halb belustigt, halb bemitleidend an. Panik? Keine Spur.

Bis zum nächsten Morgen. Der Bürger geht den Tagesplan durch. Letzte Einrichtung Home-Office, Telefonate, Take-away-Mittagessen und … Mist! Die lang ersehnten Kontaktlinsen wollte er heute abholen. Panik? Ein wenig.

Der Optiker hat die Lösung parat

Zählen nun Optiker auch zu jenen Institutionen mit gesundheitlichen Aspekt, die offen haben dürfen? Statt lange zu grübeln und zu zaudern, geht es ab aufs Velo ins Zentrum von Buchs. Die Glastür des Optikers sieht aus wie frisch gereinigt. Und es klebt auch kein Hinweis darauf, dass der Laden wegen Corona-Virus geschlossen hat. Also rein – und die neuen Kontaktlinsen schnappen. Leichter gesagt, als getan. Die Schiebetür macht keinen Wank. Nun herrscht Klarheit. Keine neuen Kontaktlinsen bis zum 19. April. Mindestens. Panik? Oh ja!

Denn die aktuellen Linsen sollten nun ersetzt werden. Noch hat der Bürger je eine für das linke und rechte Auge bei sich zu Hause. Diese sollten dann nach weiteren 14 Tagen gewechselt werden. Okay, für einmal kann man sie ruhig auch drei Wochen drin lassen. Die Hochrechnung 17. März plus 21 Tage ergibt … die nächste Panikattacke.

Es folgt der Griff zum Telefonhörer. Die Hoffnung lebt schliesslich, dass doch jemand am Arbeiten ist und eine Lösung parat hat. Diese wird prompt mündlich geliefert, ab dem nächsten Tag können Kunden zwischen 10 und 14 Uhr vorbeikommen. An die geschlossene Tür klopfen, schon wird man eingelassen. Aber jeweils nur ein Kunde zur selben Zeit. Nicht mehr. Aber der Abholung der Kontaktlinsen steht nichts mehr im Weg. Totale Entspannung? Und wie!