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Markthalle mit neuer Führung

Die Generalversammlung der Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg hat Christoph Good zum neuen Präsidenten gewählt. Zudem wurde von einem zufriedenstellenden Jahresabschluss 2017 berichtet.
Leo Coray
Rücktritt und Neuwahl: Christoph Good und Felizitas Eugster kommen zum Markthallenteam hinzu – Manuela Kalberer und Gerald Scherrer (von links) demissionieren. (Bild: Leo Coray)

Rücktritt und Neuwahl: Christoph Good und Felizitas Eugster kommen zum Markthallenteam hinzu – Manuela Kalberer und Gerald Scherrer (von links) demissionieren. (Bild: Leo Coray)

Als vor zwei Jahren nach dem Rücktritt von Präsident Martin Willi (Wangs) kein Nachfolger gefunden wurde, stellten sich die Verwaltungsratsmitglieder Gerald Scherrer (Gams) und Christian Litscher (Sevelen) für zwei Jahre als Co-Präsidenten zur Verfügung. An der von 90 Genossenschaftern und Gästen besuchten Generalversammlung der Markthallengenossenschaft Sargans-Werdenberg vom Dienstag in der Markthalle trat Scherrer zurück.

Auch Litscher gab das Co-Präsidium ab, verbleibt aber als Kassier im Verwaltungsrat. Zum neuen Präsidenten bestimmten die Mitglieder den 43-jährigen Landwirt Christoph Good (Mels). Er wolle in der Markthalle Sargans Tradition und Moderne zusammenbringen, nannte er als Ziel.

Auch neue Markthallenwirtin

Wie Christian Litscher sagte, gehörte Gerald Scherrer 15 Jahre dem Verwaltungsrat an. Vor dem Co-Präsidium habe er als Vizepräsident gewirkt, zudem als Präsident des Vereins für Tierauktionen in der Markthalle die Auktionen organisiert sowie sich nach dem Grossbrand im März 2011 stark für Finanzierung und Bau der neuen Halle eingesetzt. Verabschiedet wurde auch Manuela Kalberer (Wangs), die nach fünf Jahren als Markthallenwirtin demissionierte. Als neue Wirtin mit Wirtepatent wurde Felizitas Eugster (Quarten) vorgestellt.

Weniger Anlässe als im Vorjahr

Im Betriebsjahr 2017 war die Markthalle an 72 Tagen gebucht, gegenüber 79 Tagen im Vorjahr. Durchgeführt wurden 63 (im Vorjahr 65) zum Teil mehrtägige Anlässe. Davon waren 41 (38) landwirtschaftliche Märkte und Veranstaltungen sowie 22 (27) kommerzielle Anlässe von Vereinen, Firmen und Privaten. Den Rückgang begründete Scherrer damit, dass einige Anlässe nur alle zwei Jahre stattfinden. An den 25 Schlachtviehmärkten wurden 2427 Tiere aufgeführt. Das waren drei Tiere mehr als im Vorjahr und ein Rekord. Pro Markttag wurden zwischen 61 und 132 Tiere aufgeführt.

Bei einem verstärkten Marketing sah der abtretende Co-Präsident Potenzial für weitere Anlässe wie Ausstellungen, Festivals, Veranstaltungen von Grossfirmen und anderes mehr. Wegen der geringeren Hallenbelegung erreichte die Erfolgsrechnung 2017 die Rekordzahlen von 2016 nicht mehr. Der Betriebsertrag sank von 260000 Franken auf 217000 Franken. Die landwirtschaftlichen Anlässe erbrachten 64000 Franken Einnahmen, die kommerziellen 37000 Franken und die Kantine 32000 Franken. Das Betriebsergebnis sank um 40000 auf 141000 Franken. Trotzdem konnten Abschreibungen von 74000 Franken getätigt und als Jahresgewinn 4600 Franken ausgewiesen werden. Das Fremdkapital wurde um 87000 auf 1,57 Mio. Franken verringert. Das Anteilscheinkapital der über 950 Genossenschafter stieg um 5600 auf 1,05 Mio. Franken.

Wie Gerald Scherrer mitteilte, wird die Zuchtviehauktion im September mangels Interesse nicht mehr stattfinden. Dafür soll die gemeinsam mit dem 74. Zuchtstiermarkt des Braunvieh-Zuchtverbands durchgeführte und beliebte Auktion am 8. Dezember aufgewertet werden. Neben einer Festwirtschaft sollen diverse Marktstände und ein Unterhaltungsteil mit den «Stockbergbuebe Amden» auch die nichtbäuerliche Bevölkerung anlocken.

Neuer Gesundheitsdienst will weniger Antibiotika

Im fachlichen Teil sprach der Tierarzt und Professor Martin Kaske (Zürich) über Neuerungen bei der Kälberaufzucht. Wie er mitteilte, wurde Ende 2017 der Verein Schweizer Kälbergesundheitsdienst gegründet, bei dem er Geschäftsführer ist. Ziel des Vereins ist es, den Kalb- und Rindfleischkonsum zu stärken, indem den Konsumenten hochwertiges Fleisch angeboten wird. Zu diesem Zweck sollen Tiergesundheit und Tierwohl verbessert und damit der Antibiotikaeinsatz um 50 Prozent vermindert werden. Mit Beratungen und Merkblättern wird den Tierhaltern aufgezeigt, wie sie mit einfachen und kostengünstigen Methoden diese Ziele erreichen können.

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