Lukashaus
Grünes Licht für Ersatzbau - nun beginnt die Ausführungs- und Detailplanung

Der Ersatzbau im Altbau des Lukashauses Grabs kann realisiert werden.

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So soll der Ersatzbau beim Lukashaus in Grabs aussehen. In diesen Tagen wurde die Baubewilligung erteilt.

So soll der Ersatzbau beim Lukashaus in Grabs aussehen. In diesen Tagen wurde die Baubewilligung erteilt.

Visualisierung: atm3 ag

(pd) Grosse Freude beim Lukashaus in Grabs: In diesen Tagen durfte der Geschäftsleiter Hubert Hürlimann die Baubewilligung für den Ersatzbau des alten Anstaltsgebäudes entgegennehmen. Nun beginnt die Ausführungs- und Detailplanung sowie die Ausschreibung der Arbeiten.

Wohnraum für 25 bis 27 Menschen mit speziellen Bedürfnissen soll im neuen Lukashaus-Gebäude entstehen. Der Ersatzbau wird nötig, da der Altbau den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Die neu geschaffenen Ersatzplätze werden in neun Wohnungen aufgeteilt. Acht davon in der Variante Intensivwohnen. Hürlimann erklärt:

«Es gibt weiterhin Menschen, die Rückzugsmöglichkeiten und Orte benötigen, an denen sie auch einmal schreien oder laut sein dürfen.»

Für solche Persönlichkeiten eignet sich die Wohnmöglichkeit im Stammhaus besser als in einer der Wohnungen im Dorf.

Wohneinheiten werden kleiner

Gerade die Coronapandemie hat gezeigt, dass grosse Hygieneeinrichtungen Gefahr laufen, Viren auf die Schnelle zu verteilen. Entsprechend setzt man beim Lukashaus auf kleinere Wohneinheiten. «Ab Ostern haben wir praktisch keine Wohneinheiten mehr, in denen mehr als vier Bewohnende zusammenleben. Einzig in einem Haus im Dorf sind es noch fünf», sagt Hürlimann.

Mit der Coronastrategie des Lukashauses geht auch der Umzug in die Löwenstrasse vonstatten. Somit betreut das Lukashaus nebst den Bewohnenden im Stammhaus neu an 13 dezentralen Standorten die Bewohnenden in insgesamt 22 Wohnungen ihren Bedürfnissen entsprechend. Ganz nach dem Motto: So viel Selbstständigkeit wie möglich und so viel Unterstützung wie nötig.

Bereits im Februar 2020 wurde im Lukashaus festgestellt, dass Wohneinheiten mit bis zu neun Bewohnenden in einer Wohnung im Falle einer positiven Ansteckung nicht isoliert werden können. So grosse Wohneinheiten waren früher in alten Anstaltsgebäuden üblich, entsprechen aber den heutigen Zeiten nicht mehr.

Die Bestrebungen, eine sichere Lösung zu suchen, hat das Amt für Soziales vom Kanton St. Gallen von Beginn weg unterstützt:

«Wir sind froh, dass wir im Verlauf des Frühlings mit einem Teil der Bewohnenden umziehen können. Freiheit und Sicherheit zu vermitteln, ist in der jetzigen Zeit eine der schönsten Aufgaben.»