Das Löschwasser wurde weit her geholt

Mit der Bewältigung eines besonderen Ereignisses rundete die Feuerwehr am Montagabend ihre diesjährige grosse Übungsreihe ab. Gefragt war dabei auch Nachbarschaftshilfe.

Hansruedi Rohrer
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Hell erleuchtet: nächtlicher Übungseinsatz der Feuerwehr beim Ökonomiegebäude im Rufers. (Bild: Bilder: Hansruedi Rohrer)
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Für das Erstellen einer Transportleitung standen die Schlauchausleger der Feuerwehren Grabs und Sennwald zur Verfügung.

Hell erleuchtet: nächtlicher Übungseinsatz der Feuerwehr beim Ökonomiegebäude im Rufers. (Bild: Bilder: Hansruedi Rohrer)

Der Schwerpunkt dieser Übung lag beim Wassertransport. Es mussten also lange Schlauchleitungen bis zum Objekt ausgelegt werden. Ansonsten wäre der Feuerwehr Gams zu wenig Löschwasser zur Verfügung gestanden.

Die Übungsannahme war, dass beim etwas abgelegenen Landwirtschaftsbetrieb von Karl Hardegger, Rufers, ein Brand ausgebrochen ist. Kurz nach 20 Uhr erfolgte der Alarm, und die Mannschaft fuhr mit Tanklöschfahrzeug (TLF), Rüstwagen sowie weiteren Fahrzeugen aus.

44 Männer und eine Frau der Feuerwehr Gams standen dabei im Einsatz. Aufgeboten wurden zusätzlich je zwei Mann der Feuerwehren Grabs und Sennwald mit den Schlauchauslegern. Das sind besondere Anhänger, ab denen die Schläuche rasch ausgelegt werden können.

Insgesamt 1400 Meter Transportleitungen verlegt

Ein Elektro-Tableau hat sich entzündet, und in der Folge entwickelte sich der Brand im Stall weiter. Das war die fiktive Situation an diesem Übungsabend. Sofort wurde eine Druckleitung ab TLF erstellt. Wegen der sich abzeichnenden Wasserknappheit mussten zweimal 700 Meter Transportleitungen der beiden Nachbarfeuerwehren gelegt werden. Mit Hilfe einer Motorspritze konnte damit aus dem Simmi-Kiesfang genügend Löschwasser geliefert werden.

Als erstes standen natürlich die Rettung von Mensch und Tieren an. Atemschutztrupps bewältigten diese Aufgabe. Ausserdem wurde eine «Haltelinie» zwischen dem Ökonomiegebäude und dem Wohnhaus geschaffen, um ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.

Feuerwehrkommandant Philipp Kaiser beobachtete das Geschehen und stellte eine motivierte und speditiv arbeitende Mannschaft fest. Das Ziel dieser Übung sei erreicht worden, sagte er am Schluss. «Nämlich, dass wir für allfällige künftige Ereignisse auch bei besonderen und schwierigen Situationen gewappnet sind.» Dabei sei es von Vorteil, wenn man sich auf die Hilfe von Nachbarfeuerwehren verlassen könne. Die Familie Hardegger beobachtete nicht nur interessiert das Geschehen, sie bedankte sich zuletzt bei den Feuerwehrleuten mit einem Apéro. Philipp Kaiser erwähnte, dass man froh um Übungsobjekte sei.