Lohnender Nati-Zusammenzug: Die Wartauer Volleyballerin Samira Sulser verfügt jetzt über mehr Explosivität im Abschluss

Samira Sulser aus Weite, die in der NLA für TS Volley Düdingen spielt, hat der Coronazeit erfolgreich getrotzt und Fortschritte erzielt.

Robert Kucera
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An Explosivität zugelegt: Dies will Samira Sulser im Angriffsspiel ausnützen und so zuverlässige Punktelieferantin ihres Teams werden.

An Explosivität zugelegt: Dies will Samira Sulser im Angriffsspiel ausnützen und so zuverlässige Punktelieferantin ihres Teams werden.

Bild: Robert Kucera (Wattwil, 8. Februar 2020)

Mit dem Heimspiel gegen Genève Volley steigt die einzige NLA-Spielerin aus der Region, Samira Sulser, am Samstag in ihre dritte Saison im Dress von TS Volley Düdingen. Nach der abgebrochenen letzten Saison kann es die 24-Jährige kaum erwarten, wieder in der Meisterschaft auf Punktejagd zu gehen.

«Meine Vorfreude ist riesig. Denn wir haben lange Zeit trainiert ohne zu spielen»,

beschreibt sie. Sulser trainiert zwar nicht ungern. Doch richtig Spass mache Volleyball, wenn ein Match gespielt wird.

Dass die Normalität wieder Einzug gehalten hat, wäre aber glatt übertrieben. «In der Halle werden die Zuschauer Masken tragen und es gibt eine strikte Trennung zwischen Zuschauern und Spielerinnen», beschreibt die Wartauer in Freiburger Diensten. Zudem fällt das Abklatschen nach jedem Punkt weg. «Das ist sehr speziell», sagt Samira Sulser. Denn diese Form der Gratulation zum Punkt oder Aufmunterung zum nächsten Ballwechsel gehört zu diesem Sport wie das Netz zwischen den Mannschaften. Wie Sulser verrät stellen die Düdingerinnen hier auf den Faustgruss um.

Neuer Coaching-Style hat Samira Sulser geholfen

Gänzlich ohne Matchpraxis beginnt Samira Sulser die Saison aber nicht. Im Sommer fand ein Nati-Zusammenzug mit zwei Testspielen gegen Polen (2:3 und 0:3) statt. Eine Zeit, die der Wartauerin viel gebracht hat. Wie sie schildert, hat die neue Nati-Trainerin einen anderen Coaching-Style und neue Inputs eingebracht. «Beim Angriff habe ich einen grossen Schritt vorwärtsgemacht», erzählt Sulser. Mitgeholfen hat auch der neue Athletik-Trainer.

«Ich kann nun höher springen und bin explosiver.»

Gesegnet mit grösserer Explosivität wenn es in den Abschluss geht, verfolgt Sulser klare Ziele: Mit stabileren Leistungen im Spiel und als zuverlässige Punktelieferantin will sie zur wichtigen Teamstütze aufsteigen.

Mehrere Teams mit Titel-Ansprüchen

In der Ausmarchung um den Schweizer-Meister-Titel will TS Volley Düdingen auch diese Saison mitmischen. Im Wissen, dass dies eine schwierige Angelegenheit wird. «Es hat viele gute Teams und alle haben gut eingekauft», weiss Samira Sulser.

«Es wird eine spannende Saison.»

Die Freiburgerinnen wollen bewusst Spiel für Spiel nehmen und sind gewillt, jede Partie für sich zu entscheiden. Das Erreichen von Rang vier in der Qualifikationsphase, und somit Heimvorteil im Playoff-Viertelfinal, ist allerdings Pflicht.

Spielerinnen standen früher als sonst zur Verfügung

Dass der Nati-Zusammenzug kürzer als sonst ausgefallen ist – die EM-Qualifikation findet erst nächstes Jahr statt – ist für Düdingen ein Vorteil. Denn so standen die Spielerinnen ihren NLA-Teams früher als sonst zur Verfügung und die Saisonvorbereitungsphase konnte mit allen Kader-Spielerinnen durchgeführt werden. Für die Equipe von Samira Sulser ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Im Nati-Kader stellt Düdingen mit 5 von insgesamt 16 Spielerinnen das stärkste Kontingent.