Der Zweckverband « Logopädische Vereinigung der Region Werdenberg» soll aufgelöst werden

Die Bürger aller sechs Werdenberger Gemeinden stimmen über den Antrag an der Urne ab.

Heini Schwendener
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Logopädie: Wort-Training beim Sprachtherapeuten

Logopädie: Wort-Training beim Sprachtherapeuten

Bild: Fotolia/Frank Herrmann

An den bevorstehenden Bürgerversammlungen der sechs Werdenberger Gemeinden, die wegen der Coronakrise ja alle in Form einer Urnenabstimmung stattfinden, stimmt die Bürgerschaft auch über die Auflösung des Zweckverbandes «Logopädische Vereinigung Region Werdenberg» ab. Diese Auflösung wird nach übereinstimmendem Beschluss des Stadtrates von Buchs und der Gemeinderäte von Sevelen, Gams, Grabs, Sennwald und Wartau beantragt.

Wofür ist die Logopädie zuständig? Ihre Gebiete sind die Prävention, Diagnostik, Beratung und Therapie. Die Logopädie fördert Kinder im Vorschulalter und Schulkinder bei allen Arten von Störungen der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie bei Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen.

Bedarf ist in den letzten Jahren stark gestiegen

Im Gutachten zum Auflösungsantrag heisst es, der Bedarf an logopädischen Leistungen sei in den vergangenen Jahren in allen Werdenberger Schulen ständig gestiegen. Diese Leistungen wurden zunehmend durch die jeweiligen Schulträger selbst erbracht. So hat der Verwaltungsrat des Zweckverbandes den Trägergemeinden beantragt, den Zweckverband, der über kein Vermögen verfügt, aufzulösen. Den Betroffenen bringe diese Auflösung keine Nachteile, weil ja bereits heute direkt vor Ort alle erforderlichen logopädischen Massnahmen erbracht würden, heisst es im Antrag an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. Sie müssen gemäss Gemeindegesetz über die Auflösung des Zweckverbandes «Logopädische Vereinigung Region Werdenberg» abstimmen.

Um die gute Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch unter den sechs Gemeinen auch in Zukunft zu gewährleisten, soll in der Folge eine «Logopädische Fachgruppe Werdenberg» geschaffen werden. Diese Gründung muss natürlich nicht mehr der Bürgerschaft in den Gemeinden zur Abstimmung vorgelegt werden.