«Lift»-Projekt nach Corona gestartet: Schüler der Kleinklasse Wartau arbeiten an einem Wochenarbeitsplatz

Derzeit arbeiten neun Schülerinnen und Schüler der Kleinklasse Wartau an einem Wochenarbeitsplatz. Nach der coronabedingten Absage des zweiten «Lift»-Einsatzes von März bis Juli konnte das Projekt nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden.

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Berufsluft geschnuppert und Selbstvertrauen getankt: Mitglieder der Kleinklasse Wartau während ihres Einsatzes.

Berufsluft geschnuppert und Selbstvertrauen getankt: Mitglieder der Kleinklasse Wartau während ihres Einsatzes.

Bilder: PD

(pd) «Lift» ist ein schweizweites Integrations- und Präventionsprogramm. Dabei erhalten Jugendliche mit einer erschwerten Ausgangslage bei der Lehrstellensuche ab der 7. Klasse die Möglichkeit, regelmässig an einem Wochenarbeitsplatz zu arbeiten, wichtige Erfahrungen zu sammeln und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Die Jugendlichen bereiten ihre Einsätze in der Schule vor und nach.

Ziel des Projektes ist es, den Jugendlichen den Berufseinstieg zu vereinfachen und Lehrabbrüche sowie Jugendarbeitslosigkeit langfristig zu verringern.

An die motivierte Vorarbeit angeknüpft

Kaum ging der erste Lift-Einsatz von Januar bis März dieses Jahres dem Ende entgegen, organisierten die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bereits motiviert den Folgeeinsatz. Dieser musste dann coronabedingt kurzfristig ausfallen. Im August durften nun aber wieder neun Jugendliche aus der Kleinklasse Wartau ihren wöchentlichen Arbeitseinsatz antreten, betonen die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung.

Erneut konnten verschiedene Firmen aus der Region – teilweise neu – für das Projekt gewonnen werden. Es sind Betriebe aus ganz unterschiedlichen Sparten. Diese reichen von Arbeiten im sozialen Bereich in der Kitawa Wartau über Einsätze im Verkauf oder Dienstleistungsbereich in der Küche und im Einkauf des Grand Resort in Bad Ragaz, bei Coiffure Hausi in Sargans oder im Volg in Azmoos bis hin zu handwerklichen Tätigkeiten bei Feuz Gebäudetechnik GmbH, Marty AG, Atlas Holz und beim Werkhof Wartau.

Grosse Zufriedenheit auf beiden Seiten

Zwei Besuche bei Jugendlichen zeigen, dass die Weiterführung des Projektes ein Erfolg ist – für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Betriebe. Michael arbeitet jeweils am Mittwochnachmittag vier Stunden bei Marty AG in Azmoos. Als die beiden Klassenlehrerinnen ihn bei seinem Einsatz besuchen, hilft er gerade mit, eine Strasse in Azmoos für die Asphaltierung vorzubereiten. Die Arbeit macht Michael grossen Spass und er ist sehr motiviert. Das Team von Marty AG arbeitet jede Woche an einem anderen Ort und Michael lernt viele verschiedene Bautätigkeiten unmittelbar kennen. Doch nicht nur Michael hat Freude am wöchentlichen Einsatz. Auch sein Betreuer Ignaz Beeler lobt ihn und freut sich, wie selbstständig der Jugendliche schon mitarbeiten kann.

Auch Serena hatte ihren dritten Einsatz. Sie arbeitet bis zu den Herbstferien jeden Mittwochnachmittag im Volg in Azmoos. Als die Lehrerinnen sie im Geschäft antreffen, ist sie gerade dabei, die Kühlregale aufzufüllen. Man spürt, dass Serena ihre Aufgaben gerne erledigt und sich am Arbeitsplatz wohlfühlt. Auch ihre Vorgesetzte, Ladenleiterin Melanie Gallusser ist zufrieden mit Serena.

Berufsluft geschnuppert und Selbstvertrauen getankt: Mitglieder der Kleinklasse Wartau während ihres Einsatzes.

Berufsluft geschnuppert und Selbstvertrauen getankt: Mitglieder der Kleinklasse Wartau während ihres Einsatzes.

PD

Wertvolles Engagement der lokalen Betriebe

Die Erfahrungen, welche die Schülerinnen und Schüler an ihrem Wochenarbeitsplatz sammeln, sind wichtige und wertvolle Bausteine für ihre berufliche Zukunft. Sie lernen, sich in der Arbeitswelt besser zurechtzufinden, werden Teil eines Teams, können stark an sich selber arbeiten und dadurch auch ihr Selbstbewusstsein stärken.

Die beiden Lehrerinnen der Wartauer Kleinklasse, Verena Vonlanthen und Anna Stoffel, freuen sich sehr über die positive Resonanz, die das Projekt auslöst und sind stolz auf ihre Schülerinnen und Schüler, die ihre Arbeitseinsätze mit viel Motivation leisten. «Das Engagement der Betriebe macht dieses wertvolle Projekt erst möglich», halten sie dazu in der Medienmitteilung weiter fest.