Liechtensteins Synchronschwimm-Duett Lara Mechnig / Marluce Schierscher möchten «so gut schwimmen, wie wir können»

Tokyo 2020 hat das Flöser und Liechtensteiner Duett Lara Mechnig / Marluce Schierscher zwar im Hinterkopf. Doch zunächst zählt nur das WM-Ergebnis.

Robert Kucera
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Marluce Schierscher und Lara Mechnig (von links) vom Team Liechtenstein sind bereit, an der WM ihr Bestes zu geben. (Bild: Robert Kucera)

Marluce Schierscher und Lara Mechnig (von links) vom Team Liechtenstein sind bereit, an der WM ihr Bestes zu geben. (Bild: Robert Kucera)

«Hier entscheidet es sich, wie es weiter geht», hält die 19-jährige Mechnig fest. Daran, dass der Olympia-Traum in Gwangju (Südkorea) platzen kann, wird nicht gedacht. Nur daran, wie man den Wettkampf bestreiten möchte – ohne den Spass am Sport zu verlieren.

«Ich freue mich auf die WM, weil wir recht fit sind und die Halle brutal schön ist»,

äussert sich die 20-jährige Schierscher. Mechnig freut’s, dass der Grossanlass ausserhalb Europas zur Austragung kommt: «So ist es eine neue Herausforderung. Die Kultur ist anders, das wird sicher interessant und ist viel spannender.»

Im Wettkampf fühlt sich Lara Mechnig am wohlsten

Doch nicht nur darauf freut sich Lara Mechnig. Sie verkörpert perfekt den Typ Wettkampfsportler: «Jetzt, nach den strengen Trainingslagern, ist es schön, wenn man in die Phase reinkommt, wenn es zählt. Ich schwimme sehr gerne an Grossanlässen.»

Ihre Duettpartnerin Marluce Schierscher will die WM geniessen und kennt das Rezept dafür: «So gut schwimmen, wie wir können.» Was nichts anderes heisst, als dass die jungen Liechten-steinerinnen ihre Bestleistung just in Südkorea abrufen wollen. «Für mich ist es das Wichtigste, dass ich nach dem Wettkampf sagen kann: So gut bin ich noch nie geschwommen», hält Mechnig fest.

Zwei verschiedene Methoden, den Druck zu bewältigen

Das Duett, welches am Wochenende nach Südkorea abgeflogen ist, spürt aber auch den Druck, der von aussen kommt. Vom Olympischen Komitee Liechtenstein ist Platz 24 an der WM gefordert. «Druck spüre ich mal mehr, mal weniger», sagt Schierscher. «Ich muss ruhiger werden. Denn wenn ich nervöser werde als sonst, dann mache ich zum Beispiel mehr Fehler.» Sie braucht aktive Ablenkung und redet dann mit ihrer Trainerin. «Wir reden über alles, was uns grad in den Sinn kommt – nur nicht übers Synchronschwimmen», verrät sie mit einem
Lachen.

Für Mechnig ist es besser, sich selbst zu beruhigen, und ist das pure Gegenteil. Sie will dann nicht, dass man viel mit ihr redet. Ihr Rezept, den Druck gar nicht erst zuzulassen, lautet wie folgt:

«Ich meditiere und visualisiere den Wettkampf. Wenn ich diesen Ablauf im Kopf gut durchführen kann, kann ich es im Wasser auch.»

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