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Liechtensteiner Staatsfeiertag bald ohne Knallerei?

Die Regierung könnte sich wegen des Klimawandels vorstellen, Alternativen zum Feuerwerk zu bieten.
Susanne Quaderer
Feuerwerke sind schön, aber auch umstritten. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Feuerwerke sind schön, aber auch umstritten. (Bild: Walter Bieri/Keystone)

Die deutsche Stadt Konstanz hat im Mai den Klimanotstand ausgerufen. Aufgrund dessen wird auf das Feuerwerk am Seenachtsfest verzichtet. Das teilte der Oberbürgermeister Uli Burchardt gegenüber dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) mit. Die ökologischen Auswirkungen des Feuerwerks seien schlichtweg zu gross. Kürzlich hat auch Vorarlberg den Klimanotstand ausgerufen.

In Liechtenstein war dies bisher kein offizielles Thema. Trotzdem überlegt sich die Regierung, ob auch hierzulande in Zukunft auf das Feuerwerk am Staatsfeiertag verzichtet werden kann. «Für die kommenden Staatsfeiertage können Alternativen für das Feuerwerk durchaus in Betracht gezogen werden», erklärt das Regierungs­sekretariat. Berechtigterweise könne man sich aus klimatechnischen Gründen fragen, ob es zum Feuerwerk Alternativen gibt, um damit neue Wege zu beschreiten. «Es wird aber nicht einfach, einen Programmpunkt von ähnlicher Attraktivität und Emotionalität zu schaffen.»
Am diesjährigen Staatsfeiertag am 15. August wird zusammen mit den Feierlichkeiten zum 300-Jahr-Jubiläum Liechtensteins das traditionelle Feuerwerk stattfinden. Dafür hat sich die Regierung ausgesprochen. Unter anderem, weil man die verfügbaren Ressourcen nicht mit der Ausarbeitung von neuen Ansätzen über Gebühr belasten wollte. Somit wird das alte Format in diesem Jahr beibehalten, aber um einige Programmpunkte ergänzt.

Feinstaubemissionen sind am Staatsfeiertag hoch

In der Schweiz kam eine Untersuchung des Bundesamtes für Umwelt (Bafu) zum Schluss, dass alle Feuerwerke zusammen für ein bis zwei Prozent des gesamten Feinstaubausstosses verantwortlich sind. Auf Liechtenstein bezogene Daten fehlen bislang, sagt Helmut Kindle, Leiter des Amts für Umwelt. Er erklärt aber: «Die Anteile der Feinstaubemissionen durch Feuerwerkskörper sind naturgemäss an grossen Feiertagen wie dem Staatsfeiertag, aber auch dem Jahreswechsel am höchsten.» Ob nun der Staatsfeiertag die grössten Emissionen verursache, könne nicht gesagt werden. Genaue Daten können auch deswegen nicht geliefert werden, weil in Liechtenstein nicht der Ausstoss, also die Emissionen, sondern die Immissionen gemessen werden.
Die Immission ist die gesamte Verunreinigung der Luft durch Feinstaub. Durch die häufigen Inversionswetterlagen im Winter ist die Konzentration an Feinstaub dann grösser, da sich die Luftmassen weniger durchmischen können.



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