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Liechtenstein gegen gemeinsame Trägerschaft des Landesspitals mit Grabs

Das Fürstentum setzt weiterhin auf ein eigenständiges Landesspital und strebt keine gemeinsame Trägerschaft mit Grabs an. Das wurde gestern im Landtag deutlich.
Thomas Schwizer
Das Landesspital soll eigenständig bleiben. Ob in der Medicnova-Klinik in Bendern oder am heutigen Standort in Vaduz ist noch nicht klar. (Bild: Daniel Ospelt)

Das Landesspital soll eigenständig bleiben. Ob in der Medicnova-Klinik in Bendern oder am heutigen Standort in Vaduz ist noch nicht klar. (Bild: Daniel Ospelt)

Nicht nur im Kanton St. Gallen ist betreffend der Strategie für die künftigen Spitalstandorte Feuer unter dem Dach. Hier sollen gemäss Grobkonzept des Verwaltungsrats St. Galler Spitalverbunde fünf der heute neun Regionalspitäler geschlossen werden.

Viele Fragen, einige Antworten

Auch in Liechtenstein erhitzt die Zukunft des Landesspitals in Vaduz die Gemüter. Soll die Privatklinik Medicnova in Bendern, die rote Zahlen schreibt, die Zulassung für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) erhalten? Soll das Land diese Klinik erwerben, zur Diskussion steht ein Kaufpreis von 50 Millionen Franken, und das Landesspital nach Bendern verlegt werden? Oder soll gar, wie die St. Galler Spitalverbunde anregen, mit Liechtenstein wegen der möglichen Veränderungen in der st. gallischen Spitallandschaft über eine enge Kooperation oder gar Integration des Landespitals in das Spital Grabs diskutiert werden?

Diese Fragen wurden gestern Mittwoch vom liechtensteinischen Parlament in Zusammenhang mit der Beantwortung von Interpellationen zur künftigen Ausrichtung des Liechtensteinischen Landesspitals intensiv und teilweise auch hitzig diskutiert. Das zeigt der Liveticker von vaterland.li.

«Auch in Zukunft Millionen für das Landesspital»

Die liechtensteinische Regierung kam in ihren Antworten auf die Interpellationen zum Schluss, dass es keine Änderung der Eignerstrategie brauche. Und für sie ist auch klar, dass das Land ein eigenes Spital braucht, um nicht irgendwann einem Preisdiktat im Ausland ausgesetzt zu sein.


Nach der stundenlangen Diskussion hielt Regierungsrat Mauro Pedrazzini fest, dass der Landtag keine gemeinsame Trägerschaft mit dem Spital Grabs anstreben, sondern weiterhin ein eigenes Grundversorgungsspital betreiben will. 50 Betten würden für Liechtenstein reichen. Der Gesundheitsminister machte die finanzielle Komponente deutlich: «Wir werden auch in Zukunft Millionen in das Landesspital hineinpumpen, wenn wir ein eigenständiges Spital wollen.» Der Verzicht auf ein eigenständiges Spital wäre für das Land nicht günstiger, ist er überzeugt.

Regierungsrat Pedrazzini: "Der Verzicht auf ein eigenständiges Landesspital wäre finanziell nicht günstiger."

In der Debatte zeigte sich auch, dass viele Landtagsabgeordnete davon überzeugt sind, eine Zusammenarbeit von Landesspital und Medicnova-Klinik könne nicht funktionieren. Es waren auch mehrere Voten zu hören, welche die Regierung darin unterstützen, der Privatklinik die von ihr ersuchte und eingeklagte OKP-Zulassung nicht zu erteilen.

Gesundheitsminister ist für Umzug nach Bendern

Regierungsrat Pedrazzini machte wie schon in der Petitionsbeantwortung keinen Hehl aus seinem bevorzugten Szenario: «Eine vernünftige Lösung wäre ein Umzug des Landesspitals nach Bendern.» Doch natürlich müsse der Preis stimmen. Er stellte dazu fest, dass der Graben zwischen Medicnova und Landesspital immer kleiner werde – wegen der finanziellen Notwendigkeiten auf beiden Seiten.

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