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Lichterlöschen bei der Medicnova

Der Betrieb der Medicnova wird per sofort eingestellt, die Türen haben sich endgültig geschlossen. Die 47 Angestellten stehen ab Samstag ohne Job da.
Desirée Vogt
Nach der Konkursanmeldung ist das Gebäude in Bendern zu haben. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Nach der Konkursanmeldung ist das Gebäude in Bendern zu haben. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Konkursverwalter Alexander Ospelt hat entschieden: Zum Schutz der Gläubigerinteressen werden die Türen der Medicnova Privatklinik AG per sofort geschlossen. Den 47 Arbeitnehmern wurde noch am gestrigen Nachmittag «reiner Wein» eingeschenkt. Sozialplan gibt es keinen – die Arbeitnehmer können allerdings Antrag auf Insolvenzentschädigung stellen.

«Frist für Angebot ist gestern abgelaufen»

Unmittelbar nach der Konkurseröffnung hat Ospelt mit der Geschäftsleitung der Medicnova Kontakt aufgenommen, um abzuklären, ob Interessenten vorhanden sind, welche die Klinik weiterführen können. Im Rahmen dieser Gespräche hätten sich dann noch zwei weitere Interessenten gemeldet. Diesen sei eine Frist gesetzt worden, bis zu welcher ein verbindliches Angebot hätte vorliegen müssen. «Die Frist lief am Freitag Mittag ab. Es lag kein Angebot vor», so Alexander Ospelt. Es sei ihm nicht leichtgefallen, den Mitarbeitern mitzuteilen, dass allen gekündigt respektive das Arbeitsverhältnis aufgelöst werden müsse. «Dennoch habe ich es nur als fair angesehen, diese sofort über den Beschluss zu informieren.»

Die Frage, ob ein Sozialplan erstellt wurde, verneint der Konkursverwalter. Stattdessen können die gekündigten Mitarbeiter einen Antrag auf Insolvenzentschädigung stellen. «Dieser Antrag kann vom Datum der Konkurseröffnung drei Monate rückwirkend gestellt werden – also vom 9. April bis 9. Juli», erklärt Ospelt.

Somit sei garantiert, dass die Mitarbeiter für allfällige Überstunden, ausstehende Ferienansprüche oder weitre Zulagen entschädigt würden. «Ich habe diesbezüglich auch bereits den Liechtensteinischen ArbeitnehmerInnenverband LANV und den Arbeitsmarkt Service Liechtenstein AMS als zuständige Anlaufstellen verständigt», so Konkursverwalter Alexander Ospelt.

Ist das Land weiterhin am Kauf interessiert?

Derzeit sind noch Aufräumarbeiten im Gang, ausserdem werde das Inventar aufgenommen. Zur finanziellen Situation kann Ospelt derzeit noch keine Aussagen machen, da noch nicht alle erbrachten Leistungen abgerechnet seien und ausstehende Forderungen angemahnt werden müssten. «Wir müssen uns erst ein Bild über das noch vorhandene Vermögen machen und auch eruieren, welche Verbindlichkeiten noch im Raum stehen.»

Die Klinik selbst ist nun zwar Geschichte – weiterhin offen bleibt allerdings, was mit dem Gebäude geschieht. Dieses gehört der Medicnova Immobilien Anstalt, welche vom Konkurs nicht betroffen ist. Ist Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini weiterhin an einem Kauf interessiert, um künftig das Landesspital in Bendern unterzubringen, muss er weiter verhandeln.

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