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Das war die letzte Älplerchilbi im Gamperfin

35 Mal haben die Mitglieder des Jodlerklubs Bergfinkli die Älplerchilbi Gamperfin durchgeführt, nun ist Schluss. Beim letzten Fest am Sonntag zeigte sich Petrus von der allerbesten Seite.
Adi Lippuner
Der evangelische Pfarrer Martin Frey, assistiert von Diakon Patrick Schläpfer bei der Taufe von Elly Wessner.
Der Jodelklub Bergfinkli singt beim letzten Auftritt an der Älplerchilbi Gamperfin «De Stechemösler». (Bild: Bilder: Adi Lippuner)
Schattenplätze sind an der Älplerchilbi auf Gamperfin waren an diesem herrlichen Sommertag begehrt.
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Letzter Älplerchilbi-Genuss

Wer sich an einem Sonntagvormittag in die Berge aufmacht, kann seine Sorgen und Lasten des Alltags im Tal lassen und einen Tag in freier Natur geniessen. Wird dieser am Vormittag, beim ökumenischen Gottesdienst mit Seelennahrung bereichert, wird über Mittag fürs leibliche Wohl gesorgt und am Nachmittag bei der Älplerchilbi einiges fürs Gemüt geboten, dann ist Älplerchilbi im Gamperfin.

Fünf junge Familien haben zum Alpgottesdienst ihre Täuflinge angemeldet, so konnte der evangelische Pfarrer Martin Frey, assistiert vom katholischen Diakon Patrick Schläpfer, die fünf jungen Erdenbürger mit der Taufe in die kirchliche Gemeinschaft aufnehmen. Ein spezieller Moment für die Familien, ihre Angehörigen und Freunde, aber auch für alle Anwesenden.

Etwas begonnen, lange gemacht und jetzt ist Schluss

Hans Vetsch, Präsident des organisierenden Vereins Jodlerklub Bergfinkli, liess die Besucherinnen und Besucher gleich zu Beginn des Nachmittagsprogramms wissen, dass dies die letzte Durchführung der Älplerchilbi Gamperfin ist. «Wir haben vor vielen Jahren etwas begonnen, es immer weiter gemacht und irgendwann ist Schluss.»

Für die Vereinsmitglieder sei die Organisation und Durchführung des Anlasses immer aufwendig gewesen. «Wir sind von den Wetterprognosen abhängig. Wenn die nicht stimmen, haben wir umsonst gearbeitet. Denn die Älplerchilbi kann nur bei wirklich trockenem und schönem Wetter durchgeführt werden,» so Hans Vetsch. Als kleines Trostpflaster stellte er den Jodlerfreunden in Aussicht, dass ab kommendem Jahr jeweils im Sommer ein Konzert in der Kirche durchgeführt werde.

Bereits während des Gottesdienstes stellten die Bergfinkli ihr gesangliches Können unter Beweis. Sie trugen mit ihren Darbietungen zu einem unvergesslichen Berggottesdienst-Erlebnis bei. Auch die Alphorngruppe Chrützberg, Sax, bereicherte den Gottesdienst und stand mit ihren Klängen in Konkurrenz zum Viehgeläute, welches auf den Alpweiden im Gamperfin erklang.

Mit den Gastvereinen, dem Jodlerclub Säntisgruess Unterwasser-Wildhaus, Leitung Hans-Jakob Scherrer, dem Kinderjodelchörli Grabs, der Trachtentanzgruppe Kreuzberg Gams und der Musik vom Echo vom Goggeien wurde ein abwechslungsreiches Programm geboten. Sonnenschein und immer ein leichter Wind sorgte für angenehme Temperaturen – trotzdem waren Schattenplätze begehrt. Insider sorgen jeweils vor und bringen ihren eigenen Sonnenschirm mit zum Fest.

Uraufführung von «De Stechemösler»

Einen besonderen Höhepunkt boten die Bergfinkli mit ihrer Uraufführung dem Naturjodel «De Stechemösler», komponiert von Margrit Scherrer, Gams. Sie widmete diesen Titel ganz speziell Jodler Hans Vetsch Senior, auch bekannt als «Stechemösler». Die Uraufführung, aber auch alle anderen Darbietungen wurden vom gut gelaunten Publikum mit viel Applaus quittiert und im Laufe des Nachmittags war viel Bedauern und Wehmut, aber natürlich auch Verständnis für die Organisatoren auszumachen.

Stellvertretend für viele Aussagen hier die Worte eines treuen Älplerchilbi-Besuchers:

«Ich war schon unzählige Male hier, habe vor vielen Jahren meine Frau an diesem Anlass kennengelernt und werde deshalb die Älplerchilbi nie vergessen.»

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