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Lehrpersonen haben den Gamser Wald mit allen Sinnen erlebt

Zwei Regionalförster erklärten Lehrerinnen an einer Weiterbildung, wie Kinder sinnvoll vom und im Wald lernen können.
Alexandra Gächter
Lehrerinnen aus dem Werdenberg und Sarganserland begingen den Wald mit verbundenen Augen. (Bilder: Alexandra Gächter)

Lehrerinnen aus dem Werdenberg und Sarganserland begingen den Wald mit verbundenen Augen. (Bilder: Alexandra Gächter)

«Förster sind keine Pädagogen. Und Lehrer sind keine Förster. Deshalb ist es wichtig, dass wir zusammenarbeiten.» Dies sagte der Gamser Revierförster Martin Lieberherr anlässlich der kürzlich stattgefundenen Waldweiterbildung, welche an Lehrpersonen aus dem Werdenberg und Sarganserland gerichtet war.

Mit diesem Kurstag gaben die Förster Martin Lieberherr und Josef Kühne (Murg) den Lehrpersonen einige Anregungen und Inputs mit auf den Weg, wie Kinder im und vom Wald lernen können.

«Im Alltag dominiert der Sehsinn»

Die Lehrerinnen wurden sogleich aufgefordert, selbst aktiv zu werden: Mit verbundenen Augen durften sie barfuss mit Hilfe eines gespannten Seiles einen Parcours absolvieren. Ziel der Übung war, den Wald mit allen Sinnen zu erleben.

Die Lehrerinnen wurden motiviert, das an der Weiterbildung Gelernte umzusetzen.

Die Lehrerinnen wurden motiviert, das an der Weiterbildung Gelernte umzusetzen.

«Im Alltag dominiert der Sehsinn», so Josef Kühne. Dadurch sehe man nur das Äussere. Beim Wald bedeutet dies, dass der Mensch nur den finanziellen Wert eines Baumes, also dessen Holz, sieht. Und dieser Geldwert sei momentan so tief, dass es sich wenig lohne, sich für das Baumholz zu engagieren.

Die inneren Werte soll man sehen

Wenn man aber genau hinsieht, gebe es unzählige Gründe, sich für den Wald einzusetzen. «Zeigt den Kindern also die inneren Werte des Waldes», appellierte Kühne an die Lehrerinnen.

«Die Kinder sollen lernen, dass der Wald ein Zuhause für unglaublich viele Tiere und Pflanzen ist, dass er Sauerstoff und Schutz bietet und vieles mehr.»

In weiteren Übungen wurde aufgezeigt, wie man Kinder vom Kindergartenalter bis zur Mittelstufe im Wald kreativ unterrichten kann. Äste in Buchstabenform finden, harte oder weiche Gegenstände in einer Fremdsprache benennen, zählen und rechnen mit Tannenzapfen waren einige Beispiele.

Am Kurstag erzählten die Teilnehmerinnen eine Waldgeschichte mit Konfliktlösung.

Am Kurstag erzählten die Teilnehmerinnen eine Waldgeschichte mit Konfliktlösung.

Für die Förster Martin Lieberherr und Josef Kühne war ausserdem wichtig, dass man den Kindern auf eine einfache Art vermittelt, dass im Wald Konflikte der verschiedenen Nutzer entstehen. So könne man die Kinder beispielsweise auffordern, eine Lösung zu finden, wenn ein Eichhörnchen sein Zuhause wegen eines gefällten Baumes verliert.

Baummeditation und Information über Gefahren

Der kurzweilige Nachmittag wurde mit einer Baummeditation und anschliessenden Informationen über Gefahren wie Zecken, Fuchsbandwurm, Waldbrand sowie Unwetter im Wald abgeschlossen. Nach einer kurzen Stärkung in der Gamser Binding-Hütte machten sich die Lehrerinnen auf den Nachhauseweg – motiviert, wie sie sagten, das Gelernte umzusetzen.

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