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Region Sarganserland-Werdenberg zieht Lehren aus dem Hitzesommer 2018

Die Region Sarganserland-Werdenberg (RSW) strebt eine regionale Koordination der Erneuerung von Bewässerungsbewilligungen an.
Die RWS regte an, eine Bewässerungsplanung zu erstellen. (Bild: PD)

Die RWS regte an, eine Bewässerungsplanung zu erstellen. (Bild: PD)

Die Region Sarganserland-Werdenberg (RSW) schenkt seit Spätherbst 2018 dem Aspekt der Wasserversorgung und Bewässerung von Kulturen ein besonderes Augenmerk. Sie regte an, eine Bewässerungsplanung zu erstellen und die anstehende Erneuerung von Bewilligungen für Wasserentnahmen darauf abzustimmen. Ende Juni sollen die Anträge zur Erneuerung der auslaufenden Bewilligungen in den Regionen Sarganserland, Werdenberg und Rheintal öffentlich aufgelegt werden. Das geht aus einer Medienmitteilung hervor.

Der Hitzesommer 2018 zeigte eindrücklich, dass die Wasserversorgung von Alpgebieten sowie der Talebene zunehmend eine Herausforderung darstellt. Das fehlende Wasser musste in den Alpen mit Helikoptern oder mit provisorischen Leitungen zugeführt werden. Im Tal führte die Wasserknappheit zu Ertragsausfällen.

Auf Initiative und unter Vorsitz von Beat Tinner, Gemeindepräsident Wartau und RSW-Vizepräsident, wurde gemäss Vorstandsbeschluss vom August 2018 die regionale Arbeitsgruppe «Bewässerungskonzept» einberufen. Dieser gehören das kantonale Amt für Wasser und Energie (AWE), das Landwirtschaftliche Zentrum St. Gallen in Salez (LZSG) sowie Vertreter von Ortsgemeinden und Gemüseproduzenten an.

Zusammenarbeit bei der Erneuerung

Wasserbezugsbewilligungen sollen zukünftig vereinfacht und regional koordiniert erneuert, und wo notwendig unter Berücksichtigung von Erfahrungen und Bedarfsabklärungen optimiert und ergänzt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Eine weitsichtige Gesamtbetrachtung der Bewässerung in den Regionen mit Infrastrukturanpassungen sei sinnvoll und helfe, Engpässe besser bewältigen sowie bei Wasserknappheit rasch, gezielt und koordiniert reagieren zu können. Ebenso würden hierbei Zuständigkeiten, Optionen und Vorgehen bei Notständen und Ausnahmesituationen vorab geregelt.

Die Bewilligungen für den Wasserbezug zur Bewässerung von Kulturen sind befristet und laufen grösstenteils Ende Mai 2020 ab. Die Koordination zwischen Produzenten, Gemeinden und Kanton zur gemeinsamen Erneuerung der Bewilligungen werde von allen involvierten Parteien begrüsst. Auch sollten vermehrt Bewilligungen durch mehrere Landwirte gemeinsam genutzt werden.

Ziel der letzten Monate war es laut den Verantwortlichen, den prozessualen Ablauf der Bewilligungsverlängerungen in den Regionen Rheintal, Werdenberg und Sarganserland zu optimieren. Idealerweise sollen die bestehenden Wasserbezugs-Bewilligungen ab 2020/2021 gleichzeitig verlängert werden. Das LZSG koordinierte den Prozess zur Verlängerung der Bewilligungen und kontaktierte aktuelle und potenzielle Wasserbezüger. Bislang wurden über 150 Gesuche gesammelt und beim AWE eingereicht. Unter den Eingaben befinden sich auch neue Anträge. Vorgesehen ist eine gemeinsame öffentliche Auflage der bearbeiteten Anträge im Juni 2019. Ausgeschlossen vom derzeit koordinierten Bewilligungsprozess sind die bestehenden sowie allfällig neuen Oberflächen-Wasserbezüger in der Gemeinde Wartau. Diese werden gemäss Information und Absprache in das geplante Bewässerungsprojekt Wartau einbezogen, welches in Vorbereitung ist. Das kantonale Amt für Wasser und Energie erteilt den betroffenen Bezügern Übergangsbewilligungen bis zum Vorliegen des Bewässerungskonzeptes Wartau.

Konzeptionelle und strategische Überlegungen

Die Sicherstellung der Bewässerung in der Region Sarganserland-Werdenberg wird durch die Arbeitsgruppe in einem weiteren Schritt mit längerfristiger Optik behandelt. Diesbezüglich findet ein Austausch mit der Gebäudeversicherung des Kantons St. Gallen, Abteilung Löschwasserversorgung, sowie der kantonalen Plattform «öffentliche Wasserversorgung» statt. (wo)

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