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Landesspital Vaduz buhlt um Belegärzte der ehemaligen Medicnova

Seit der Schliessung der Medicnova-Privatklinik steigen die Fallzahlen im Spital Grabs an. Das Liechtensteinische Landesspital möchte die vor zwei Jahren im Streit verlorenen Belegärzte wieder zurück holen.
Thomas Schwizer
Die Belegärzte bringen mehr Operationen und Pflegetage ins Spital Grabs. Im Landesspital in Vaduz ist deren Zahl seit 2017 dagegen deutlich gesunken. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Belegärzte bringen mehr Operationen und Pflegetage ins Spital Grabs. Im Landesspital in Vaduz ist deren Zahl seit 2017 dagegen deutlich gesunken. (Bild: Gaetan Bally/Keystone)

Die Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (RWS) möchte die bestehenden Verträge mit den ehemaligen Medicnova-Belegärzten auch 2019 weiterführen. Diese haben zwar keine Exklusivitätsklausel. Das heisst sie müssen nicht im Spital Grabs wirken.

Die Kooperation mit diesen Belegärzten brachte diesem 117 Eintritte im Jahr 2017, was 2 Prozent der gesamten Patienteneintritte entsprach. Seit Mitte Juli 2018, als die Medicnova-Privatklinik in Bendern geschlossen wurde, hat die Zahl noch deutlich zugenommen. Von August bis Oktober generierten die Belegärzte in Grabs zusätzlich rund 53 Patienten und etwa 180 Pflegetage pro Monat.

Vermehrt alle fünf Operationssäle in Betrieb

Deshalb kommt es in Grabs seit dem Sommer öfter vor, dass alle fünf Operationssäle in Betrieb sind. Dafür mussten keine Investitionen in die bestehende Infrastruktur getätigt werden, wie die Spitalregion auf Anfrage mitteilt.

Auch der Anteil an zusatzversicherten Patienten hat seit der Schliessung der Midicnova-Privatklinikzugenommen. Wenn diese Entwicklung anhält, wird sich dies positiv auf das Jahresergebnis der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (RWS) auswirken, dessen wichtigstes Spital Grabs ist. Der Verwaltungsrat der st.gallischen Spitalverbunde erwartete Ende August für das Gesamtjahr 2018 für diese Spitalregion nur noch eine knapp positive Bilanz.

Schon im Juni schlug er wegen der kantonsweit alarmierenden Ergebnisse der vier Spitalregionen vor, die Spitäler Wattwil, Flawil, Rorschach, Walenstadt und Altstätten in den nächsten Jahren aufzuheben. Ausserdem konnte die Spitalregion RWS nach der Schlies-sung der Medicnova-Klinik, also seit Juli, für ihre Spitäler acht zuvor in Bendern tätige Mitarbeitende in der Pflege einstellen. Angesichts der schwierigen Rekrutierung von Fachleuten in diesem Bereich sicher ein positiver Aspekt.

Landesspital will Belegärzte von Grabs zurückholen

Nach einem Streit mit dem Landesspital sind mehrere Belegärzte dort aus- und 2017 bei der Medicnova-Klinik einstiegen – und haben in Grabs eine Belegarzt-Vereinbarung abschlossen.

Das finanziell unter massivem Druck stehende Spital in Vaduz will sie nun offenbar zurückholen. Das hat Liechtensteins Gesundheitsminister in einem Interview erklärt. So will man die einbrechenden Patientenzahlen wieder steigern. 2017 registrierte das Landesspital ein Minus von 30 Prozent im stationären und rund 7 Prozent im ambulanten Bereich.

Der 137-Millionen-Neubau des Spitals Grabs macht inzwischen sichtbare Fortschritte und wird für Ärzte und Patienten eine topmoderne Infrastruktur schaffen. Anders im Liechtensteinischen Landesspital: Hier besteht weiterhin ein grosser Investitionsbedarf. Die Debatte, ob dieses statt der Investition in Vaduz in die nun leer stehende Medicnova-Klinik übersiedeln soll, wird im Fürstentum auch 2019 noch anhalten.

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