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Ladendiebstahl gehört zum Alltag in der Stadt Buchs

Daniel Keusch vom Ressort Handel von Wirtschaft Buchs warnt in einem E-Mail die Geschäfte vor Dieben. Offenbar gab es gleich mehrere Vorfälle in den letzten Wochen. Für die Polizei sind Ladendiebstähle aber Alltag.
Katharina Rutz
Das Portemonnaie in der Tasche sollte im Einkaufswagen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. (Bild: Urs Jaudas)

Das Portemonnaie in der Tasche sollte im Einkaufswagen nie unbeaufsichtigt gelassen werden. (Bild: Urs Jaudas)

Sieben Laden- und Trickdiebstähle verzeichnete die Polizei in Buchs seit dem 1. Mai. Hinzu kommen aufgebrochene Kassen, einmal bei einer Waschmaschine in einem Mehrfamilienhaus und einmal ein Versuch bei einem Geldwechselautomaten. In den Geschäften gestohlen wurden laut Hanspeter Krüsi, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Kleider, Schuhe, Drogerieartikel und Fleisch. Zwei Täter wurden ertappt, die gleich in zwei Läden gestohlen hatten. Ein Einbruch in das Lager des Telly-Weijl-Ladens wird laut Geschäftsinhaber Daniel Weber erst noch zur Anzeige gebracht.

Verschiedene dieser Vorfälle sind auch Daniel Keusch, Zuständiger für das Ressort Handel von Wirtschaft Buchs, zu Ohren gekommen. Dies hat ihn dazu veranlasst, ein Rundmail an die Geschäfte in Buchs zu versenden. «Es kommt immer wieder einmal vor, dass ich vor Dieben warne, wenn mir vermehrt solche Meldungen gemacht werden», sagt Daniel Keusch. Selbstverständlich würden immer wieder auch einzelne Diebstähle geschehen, doch öfters würden diese auch in Wellen auftreten.

Personal wird regelmässig geschult

So war Helbling Männermode kürzlich von einem Diebstahl betroffen. Dort sind die Täter professionell vorgegangen. «Sie waren zu zweit und haben das Verkaufspersonal während des Diebstahls abgelenkt», sagt die Geschäftsleiterin. Auch das Sicherungssystem wussten die Täter zu umgehen. «Wir sind ansonsten selten von Diebstählen betroffen, rund ein Mal im Jahr kommt dies vor», sagt sie.

«Unser Personal wird regelmässig geschult und wir haben immer genügend Personal auf der Verkaufsfläche.»

Direkt betroffen war auch Daniel Weber, Inhaber der Telly-Weijl-Filiale in Buchs. «Bei uns wurde in den Keller, in dem sich unser Lager befindet, eingebrochen», sagt er. «Vermutlich haben die Täter den Kassenstock oder anderes Bargeld gesucht, aber keines gefunden. Sie haben dann einige Kleider entwendet.» Der Schaden sei eigentlich nicht sehr gross. «Das Ganze ist aber ärgerlich. Vor allem auch, weil die Verkäuferinnen nun verunsichert sind», so Weber. Aussergewöhnlich findet er solche Einbrüche aber nicht. «Die Diebe starten irgendwo in der Schweiz und Buchs ist dann die letzte Station vor dem Ausland», meint er.

Achtung vor Trickdiebstählen im Laden

Ein häufiges Ärgernis ist auch der Diebstahl von Portemonnaie aus Taschen, die am Einkaufswagen deponiert werden. Seit dem 1. Mai gab es zwei solcher Fälle in Buchs, die der Polizei bekannt sind. «Wir haben auch schon Präventionskampagnen lanciert, um diese Art von Diebstahl zu verhindern», so Krüsi. Die Diebe würden allerdings dreist vorgehen, seien oft zu zweit und während eine Person das Opfer ablenkt, stiehlt die andere das Geld aus dem Einkaufswagen. Ausserdem wurde in einem Trickdiebstahl einer Person das Portemonnaie direkt aus der Hosentasche geklaut.

Keine aussergewöhnliche Welle

Laut Hanspeter Krüsi befinden sich die Ereignisse in Buchs seit dem ersten Mai allerdings im üblichen Rahmen.

«Buchs ist attraktiv zum Einkaufen und zieht viele Leute an. Ladendiebstähle gehören in einer solchen Stadt zum Alltag. Nur ein sehr kleiner Teil der Täter wird erwischt.»

Kann der Ladenbesitzer den Dieb noch mit dem Diebesgut stellen, wird zudem auch oft eine gütliche Einigung getroffen. «Bezahlt der Dieb das gestohlene Gut und die Umtriebspauschale, sehen die Ladenbesitzer oft von einer Anzeige ab», sagt Hanspeter Krüsi. Bei den sieben Laden- und Trickdiebstählen seit dem 1. Mai war das ein Mal der Fall.

In eine bestimmte Altersklasse oder soziale Schicht einteilen lassen sich die Diebe nicht. «Es stehlen bei weitem nicht nur Junge oder Mittellose, sondern durchaus auch Personen, die es sich leisten könnten zu bezahlen», so Krüsi. Auslagen mit Produkten nahe am Ausgang vereinfachen zum Beispiel einen Diebstahl. «Da die Geschäfte heute ein tolles Einkaufserlebnis bieten wollen, erhöhen sie die Verlockung zum Diebstahl.»

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