Kunst
«Distanz schärft den Blick»: Ein halbes Jahr lang Kunst unter freiem Himmel

Rund 80 Kunstschaffende aus aller Welt zeigen gegen 400 Skulpturen an der weltweit renommierten Ausstellung: Die 8. Schweizerische Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Valens dauert vom 8. Mai bis am 31. Oktober. Unter 1500 Bewerbungen wurde auch der Buchser René Düsel berücksichtigt.

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Das Werk «Blow Up» von Stephan Marienfeld ist an der 8. Bad Ragartz zu sehen.

Das Werk «Blow Up» von Stephan Marienfeld ist an der 8. Bad Ragartz zu sehen.

PD

(ab) Die nunmehr 8. Schweizerischen Triennale der Skulptur in Bad Ragaz und Valens dauert vom 8. Mai bis am 31. Oktober 2021. Während dieser Zeit verwandeln sich der Kurort Bad Ragaz und – erstmals in der Geschichte der Ausstellung – auch das idyllisch gelegene Valens im Taminatal in eine Landschaft voller Skulpturen. Ergänzend findet im Alten Bad Pfäfers das ebenso beliebte Festival der Kleinskulpturen statt.

Kunst als ein Lichtblick und hoffnungsvolles Zeichen

Trotz der aktuellen Coronapandemie laufen derzeit die Vorbereitungen für die 8. Schweizerische Triennale der Skulptur auf Hochtouren. Das Motto lautet heuer «Distanz schärft den Blick». Ursprünglich inspiriert vom «Weltanschauungsmodell» des bekannten deutschen Künstlers Ottmar Hörl hat der Slogan in den letzten Monaten einiges an Tragweite gewonnen.

Kunst hilft, Distanzen zu überbrücken, zu verringern. Zuversichtlich zeigen sich deshalb in diesen für alle nicht einfachen Tagen die Organisatoren Esther und Rolf Hohmeister:

«Einmal mehr ist die Kunst der Lichtblick und ein hoffnungsvolles Zeichen für eine Zukunft voller Kreativität, Gemeinsamkeit und Freude.»

Wertschöpfung von über acht Millionen Franken

Das Werk «Pierre» von Bruno Walpoth.

Das Werk «Pierre» von Bruno Walpoth.

PD

«Wir sind mit Optimismus gestärkt für eine normale Zukunft. Gerade in diesen Zeiten, wo kulturelle Feldarbeit erschwert ist, brauchen wir das Licht am Horizont. Schliesslich besteht uns aller Leben aus mehr als nur arbeiten, essen und schlafen. Was wäre ein Leben ohne Künste. Kultur ist die höchste Kunst des Zusammenlebens. Wir sind uns bewusst, dass diese gesundheitliche Krise viel menschliches und wirtschaftliches Leid mit sich bringt, und denken oft an jene, denen es weniger gut geht als uns. Kultur ist nicht eine Nebensache. Kultur kann zu einem ökonomischen und touristischen Faktor werden», so Esther und Rolf Hohmeister weiter.

Die Thurgauerin Veronika Dierauer zeigt «Water II» - eine PET-Flasche aus Carrara Marmor.

Die Thurgauerin Veronika Dierauer zeigt «Water II» - eine PET-Flasche aus Carrara Marmor.

PD

Eine Wertschöpfung von über 8 Millionen Franken

Wie eine Studie des Seco zeigt, wurde an der Ausstellung im Jahr 2018 im Raum Bad Ragaz für das Gewerbe eine Wertschöpfung in der Höhe von 8,4 Millionen Franken generiert. An der Bad Ragartz 2021 gibt es keine Türe und keinen Eintritt. Man braucht nur die Bereitschaft, der Kunst auf Schritt und Tritt begegnen zu wollen. Hinter dem Engagement des Ehepaars Hohmeister steht die Idee, Kunst aus Museen ins Freie zum Publikum zu bringen. Besonders beliebt beim Publikum sind die Führungen für Erwachsene oder Kunstreisen für Kinder. Das Budget beträgt gegen 2.5 Millionen Franken.

«Distanz schärft den Blick:» Das Weltanschauungsmodell des Künstler Ottmar Hörl.

«Distanz schärft den Blick:» Das Weltanschauungsmodell des Künstler Ottmar Hörl.

PD

Illustre Liste an Kunstschaffenden

Auf der Liste der Kunstschaffenden finden sich illustre Namen aus aller Welt, beispielsweise Don Porcaro (USA), Xhixha Helidon (Albanien), Christina Wendt (Schweiz), Liu Yonggang (China), Samuel Salcedo (Spanien), Mahmoud Obaidi (Irak), Ivan Lardschneider (Italien), Pieter Obels (Niederlande) oder Christel Lechner (Deutschland).

Der Buchser Rene Düsel ist einer der Teilnehmenden

Unter den Kunstschaffenden der 8. Schweizerischen Triennale der Skulptur befindet sich auch der Buchser René Düsel – übrigens nicht zum ersten Mal. Er hat sein Kunstobjekt bereits diese Woche im Kurort Bad Ragaz platziert. René Düsel wurde als einer von rund 80 Teilnehmenden unter gegen 1500 Bewerbungen aus aller Welt ausgewählt. (ab)