Krönender Abschluss der Ligita gefeiert, Krainer als Sieger des Gitarrenwettbewerbs erkoren

Die 27. Liechtensteiner Gitarrentage fanden im Zuschg in Schaanwald mit einer imposanten Werkschau einen würdigen Abschluss. Es gab ein musikalisches Feuerwerk. Der Ukrainer Virtuose Dmytro Omelchak wurde als Ligita-Sieger erkoren.

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Ein Gruppenbild aller Beteiligten der Liechtensteiner Gitarrentage. (Bilder: Paul Trummer)

Ein Gruppenbild aller Beteiligten der Liechtensteiner Gitarrentage. (Bilder: Paul Trummer)

(ci) Das neue Organisationskomitee mit dem musikalischen Leiter Roger Szedalik, Präsidentin Rita Kieber-Beck und Kommunikationsfachfrau Caroline Spiegel erledigte seinen Job souverän. Denn trotz des Rücktritts von Gründungsmitglied Elmar Gangl stellten sie ein facettenreiches Programm auf die Beine, welches am Samstag seinen krönenden Abschluss fand.

Doch es seien nicht nur sie, sagte Kieber-Beck in ihrer Ansprache, die den Erfolg einer solchen Eventserie überhaupt möglich machen. Neben den treuen Sponsoren gebe es im Hintergrund diverse fleissige Helferlein, die unentgeltlich einen tollen Beitrag in Form von Fronarbeit für das Gemeinschaftsprojekt leisten.

Ein Hauch Sommerferien mit viel Fernweh

Die kurzen Soloeinlagen von Raphael Niederstätter, Mizuka Osawa, Rosa Franziska Maier, Matej Berlot und Gerard Mejias Novoa vermochten das Publikum im gut gefüllten Zuschg-Saal zu begeistern. Dies vor allem, weil jede und jeder der Saitenhexer ihren respektive seinen ganz eigenen Stil vortrug, was die Vorstellung nie langweilig werden liess.

Auch die Zusammenarbeit von Isolde Gmeiner und Peter Günther sowie vom Flamingo-Orchester führten zu minutenlangen Applaussalven und begeisterten Gitarrenfans.

Der Ukrainer Dmytro Omelchaksicherte sich mit seiner Virtuosität den ersten Platz und durfte sich nebst einem finanziellen Zustupf auch über eine neue handgemachte akustische Gitarre freuen.

Der Ukrainer Dmytro Omelchaksicherte sich mit seiner Virtuosität den ersten Platz und durfte sich nebst einem finanziellen Zustupf auch über eine neue handgemachte akustische Gitarre freuen.

Der Saal, der im Verlauf des Konzertabends immer wärmer wurde, erhielt dank Manolo Franco und seinem Orchester einen passenden südlichen Soundtrack, der die Herzen der Unterländer mit viel Fernweh füllte und die Lust auf die Sommerferien weiter in die Höhe schiessen liess.

Nachwuchsförderung ist essenziell

Bevor zum Abschluss das grosse Gitarrenorchester auf die Bühne trat, hatte der musikalische Leiter Roger Szedalik, der in seiner Aufgabe als Moderator noch etwas Luft nach oben hat, die Ehre, den Sieger des internationalen Ligita-Gitarrenwettbewerbs bekanntzugeben.

Der Vorsitzende der Jury, Dieter Kreidler, fand die passenden Worte zur Einordnung des auch ausserhalb von Liechtenstein angesehenen Contests und wies darauf hin, wie essenziell Nachwuchsförderung sei.

Mit Virtuosität auf den ersten Platz

Es sei ihm und der Jury ein regelrechter Genuss gewesen, den halbstündigen Konzerten der drei Finalisten am Nachmittag zu lauschen und diese zu bewerten. Vor allem dank der Hans-Gröber-Stiftung könne die Zuhörerschaft regelmässig Weltklasse-Musiker an den Gitarrentagen erleben.

Einer, der mit solch einem Titel aktuell mit gutem Gewissen hausieren gehen darf, ist der Ukrainer Dmytro Omelchak. Er sicherte sich mit seiner Virtuosität den ersten Platz und durfte sich nebst dem finanziellen Zustupf auch auf eine neue handgemachte akustische Gitarre freuen.

Leopold Mozart meets Liechtenstein

Nicht nur Liechtenstein feiere in diesem Jahr sein 300-Jahr-Jubiläum, auch Leopold Mozart hätte in diesem Jahr sein 300-jähriges Wiegenfest, sagte Takeo Sato, der Leiter des diesjährigen Gitarrenorchesters. Aus diesem Grund sei die Wahl des Programms auf die zwei Stücke von dessen Sohn Wolfgang Amadeus gefallen.

Das 15-köpfige Orchester lieferte dann zum Abschluss ein musikalisches Feuerwerk, das beim Publikum das Gefühl weckte, dass acht Tage irgendwie leider schon ein wenig kurz sind.