Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland schickt Türken vier Jahre ins Gefängnis

Der türkische Handwerker, der vor dem Kreisgericht in Mels stand, ist zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht verurteilte ihn wegen versuchter vorsätzlicher Tötung.

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Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland befand den Handwerker für schuldig. (Bild: Patrick Gutenberg)

Das Kreisgericht Werdenberg-Sarganserland befand den Handwerker für schuldig. (Bild: Patrick Gutenberg)

(dea) Wie der Vorsitzende des Kreisgerichtes Mels gegenüber dem «Sarganserländer» ausführte, hat der türkische Handwerker, der sein Opfer im Sommer letzten Jahres mit einem Messer schwer verletzt hatte, eine Freiheitsstrafe von vier Jahren kassiert. Dabei werden dem Verurteilten die 27 Tage dauernde Untersuchungshaft sowie der darauffolgende vorzeitige Strafvollzug angerechnet.

Zur Haftstrafe kommt für den am 1. Januar 2020 nächsten Jahres 65-jährig werdenden türkischen Täter ein Landesverweis von zehn Jahren.

Streit um 50 Franken

Der Mann hatte sein Opfer während eines Streits um 50 Franken an einer Tankstelle nahe der Autobahn im Raum des Sarganser Dreiecks mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Der Staatsanwaltschaft hatte auf versuchte fahrlässige Tötung plädiert und für den Angreifer eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren sowie einen Landesverweis von
15 Jahren gefordert.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Gemäss dem Gerichtsvorsitzenden plädierte demgegenüber der Verteidiger auf versuchte schwere Körperverletzung und  forderte eine dreijährige Gefängnisstrafe, wovon je die Hälfte unbedingt und bedingt gewesen wäre.

Laut dem Vorsitzenden ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Der Verurteilte kann beim Kreisgericht Mels innert zehn Tagen Berufung einlegen. Daraufhin kann er das schriftlich begründete Urteil innert 20 Tagen beim Kantonsgericht anfechten.