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Krebstherapie kommt in einen eigenen Bau beim Spital Grabs

Die neue Spitalstrategie hat inhaltlich keinen Einfluss auf die geplante Onkologie-Abteilung in Grabs.
Hanspeter Thurnherr
Auf diesem Grundstück nordwestlich des Spitals soll der Bau für die ambulante Krebstherapie entstehen. Bild: Hanspeter Thurnherr

Auf diesem Grundstück nordwestlich des Spitals soll der Bau für die ambulante Krebstherapie entstehen. Bild: Hanspeter Thurnherr

Ende Juni 2018 berichtete der W&O, dass eine gemeinnützige Stiftung in Liechtenstein den Ausbau einer ambulanten Krebstherapie (Onkologie) im Spital Grabs mit einer Spende von zehn Millionen Franken unterstützt. Damals sprachen die Verantwortlichen der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, zu welcher das Spital Grabs gehört, dass mit dem Geld der Bau eines eigenen Traktes geplant ist. Die Detailplanung dieses Ausbaus solle bis Mitte 2019 vorliegen. Mit dem Baubeginn könne in der zweiten Jahreshälfte 2020 gerechnet werden, zeitgleich mit der Bauphase 2 des Spitalneubaus in Grabs. Doch bis heute hat die Spitalregion die Detailplanung nicht kommuniziert.

Da stellt sich die Frage, ob sich durch die neue Spitalstrategie des Kantons St.Gallen die Ausgangslage für den Ausbau der Onkologie geändert hat. Denn kürzlich hat die Kantonsregierung bekanntgegeben, dass es künftig nur noch vier statt neun Spitäler geben soll. Als Konsequenz müsse das Spital Grabs um zusätzliche 64 Betten erweitert werden, was einen zusätzlichen Ausbau nötig mache. Letztlich entscheidet aber nicht die Regierung über diese neue Spitalstrategie, sondern der Kantonsrat und bei den nötigen Gesetzesänderungen teilweise das Stimmvolk. Das wird einige Zeit beanspruchen.

Keine Integration in die laut Strategie notwendiger Aufstockung in Grabs

Auf eine entsprechende Anfrage des W&O erklärte Roland Rubin, Leiter Fachbereich Betrieb & Organisation, bei der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland: «Die Machbarkeitsstudie mit entsprechender Raumplanung und Raumprogramm wurde in den letzten Monaten erstellt. Demnächst findet eine Auslegeordnung mit Vertretern der Stiftung statt.» Die neue Spitalstrategie habe inhaltlich keinen Einfluss auf das geplante onkologische Ambulatorium. «Die neue Onkologie ist in einem eigenen Gebäude nordwestlich des Spitals geplant, deshalb ist keine Integration in die laut neuer Strategie notwendige Aufstockung in Grabs vorgesehen», ergänzt Rubin.

Spenden-Rückzug vertraglich nicht möglich

Könnte die gemeinnützige Stiftung als Folge der neuen Spitalpläne allenfalls ihre Spende zurückziehen? «Eine Rückmeldung der Stiftung zu den aktuellen Plänen haben wir noch nicht, weil die Auslegeordnung erst gemacht wird, aber aufgrund der bestehenden vertraglichen Regelung ist ein Rückzug der Spende nicht möglich», sagt Roland Rubin. Während die Strategie keinen Einfluss auf das Leistungsangebot der Onkologie habe, gebe es bei der Bauplanung und Bau-Umsetzung Synergien und Abhängigkeiten, die zu einer Verschiebung des Baubeginns führen könnte. Zudem hänge der Baubeginn von der gemeinsamen Auslegeordnung mit der Stiftung und den Baubewilligungsverfahren ab, schliesst Rubin.

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