Gams: Drei von Sepp Köppels Fotografien zieren Liechtensteiner Briefmarken

Die Philatelie Liechtenstein präsentiert drei Sondermarken mit Bildern des preisgekrönten Gamser Fotografen.

Heini Schwendener
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Seit über vier Jahrzehnte fotografiert Sepp Köppel. Er hat viele Preise gewonnen. (Bild: Heini Schwendener)

Seit über vier Jahrzehnte fotografiert Sepp Köppel. Er hat viele Preise gewonnen. (Bild: Heini Schwendener)

Von Beruf war Sepp Köppel Baufachlehrer am Berufs- und Weiterbildungszentrum BZB in Buchs. Von sich reden gemacht hat er in der breiten Öffentlichkeit aber als Fotograf. Seine meisterhaften, wunderschönen Naturbilder haben ihm reihenweise Preise beschert, in der Region, in der Schweiz und auch bei renommierten internationalen Fotowettbewerben.

Und doch berührt den Preisgekrönten die Ehre, die ihm von der Philatelie Liechtenstein in diesen Tagen zuteilwird, ganz besonders. Drei seiner Bilder zum Thema «Eis» zieren Liechtensteiner Sonderbriefmarken, drei weitere Köppel-Bilder sind das Deckblatt von Maximumkarten (Postkarten).

Köppel in doppelter Ausführung: Die Maximumkarte (Postkare) mit einem seiner Motive und die 110-er Briefmarke. (Bilder Sepp Köppel)

Köppel in doppelter Ausführung: Die Maximumkarte (Postkare) mit einem seiner Motive und die 110-er Briefmarke. (Bilder Sepp Köppel)

Zuerst an der Linth, danach am Rhein

Wenn es Werke von Kunstschaffenden zum Briefmarkenmotiv schaffen, kommt das einem Ritterschlag gleich. Sepp Köppel gelang ein solcher Coup schon einmal vor Jahren, als sein Bild aus einem Wettbewerb der Philatelie Liechtenstein dafür ausgewählt wurde. Doch diesmal ist die Freude ungleich grösser. Köppel wurde von Stefan Erne, Leiter Bereich Philatelie der Liechtensteinischen Post, gefragt, ob er in seinem reichen Schaffen nicht gute Briefmarkenmotive hätte.

Der Gamser, der zuerst an der Linth und seit 1985 am Rhein unzählige Stunden fotografierte, hat in seinem Archiv brillante Aufnahmen – Wasser in all seinen Aggregatszuständen. Im Winter, wenn die frostige Landschaft in grau zu versinken scheint, geht Köppel nahe ran und fotografiert mit dem Makroobjektiv die subtile Formen-, Strukturen- und auch Farbenvielfalt von Wasser und Steinen. Meisterhafte Kompositionen sind Köppels Markenzeichen, dezent am Computer bearbeitet, aber nie verfremdet.

Erfreut vom Resultat und sehr stolz

Köppels gutes Auge für Details, die andere Leute meist übersehen, hat die Philatelie Liechtenstein ebenso überzeugt wie dessen Grundsatz, seine Bilder am Computer nicht zu manipulieren. Lange habe es gedauert von seiner Anfrage beim Gamser Fotografen bis zum Zeitpunkt, «als die Sondermarken endlich präsentiert werden konnten», sagt Stefan Erne. Er ist ebenso erfreut und stolz über das Resultat wie der Künstler.

Für Köppels einzigartige Sondermarken «Eisfluss», «Steininseln» und «Stromlinien» hat sich die Philatelie nämlich etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Hochprägungen und mittels Thermografie aufgebrachte, gemahlene Steine des Flusses veredeln die Wertzeichen. Sie verleihen ihnen durch die raue Oberfläche eine ganz besondere Haptik.

Erfolgreiche Rhein-Ausstellung

Der Fotograf ist begeistert, auch wenn seine Bilder in diesem Fall auf das Briefmarkenformat «geschrumpft» wurden:

«Diese wunderschön gemachten Briefmarken sind wirklich wie ein Ritterschlag. Das ist der Lohn dafür, dass ich am Motiv Wasser so lange gearbeitet habe».

Seine Leidenschaft für den Rhein wurde schon früher einmal belohnt – mit der sehr erfolgreichen Rhein-Ausstellung im Kunstraum Engländerbau in Vaduz.