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Kooperation mit Spital Grabs ist für viele Liechtensteiner ein Knackpunkt

Die Diskussionsveranstaltung zeigt: Der allfällige Spitalneubau in Vaduz bewegt die Gemüter der Liechtensteiner.
Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini: «Grabs kann nicht selbst darüber entscheiden, ob eine Kooperation mit Liechtenstein gewünscht ist.» (Bild PD)

Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini: «Grabs kann nicht selbst darüber entscheiden, ob eine Kooperation mit Liechtenstein gewünscht ist.» (Bild PD)

Am 24. November stimmen die Liechtensteiner darüber ab, ob sie für 72 Mio. Franken ein neues Spital auf dem Wille-Areal bauen oder den Spitalbetrieb im rund 40-jährigen Gebäude am bestehenden Standort fortführen wollen. Bei der ersten Diskussionsveranstaltung im Gemeindesaal Eschen trafen am Montag Befürworter und Gegner aufeinander und diskutierten rund zwei Stunden lang über Standort, Finanzen und Strategie sowie Leistungsangebot des Liechtensteinischen Landesspitals. Im Laufe des Abends zeigten die Rückmeldungen aus dem Publikum aber deutlich: Weder der Standort noch die Kosten werden bei dieser Abstimmung das Zünglein an der Waage sein, sondern vielmehr die Kooperationsfrage mit Grabs – und damit einhergehend auch das Leistungsangebot.

Ein Grossteil der Bevölkerung will die Zusammenarbeit mit dem Spital Grabs und – um keine Konkurrenzsituation zu erzeugen – auch eine Abstimmung des Leistungsangebots zwischen den beiden Spitälern. Die Liechtensteiner verstehen nicht, warum eine solche Kooperation nicht möglich sein soll und Verhandlungen zwischen Liechtenstein und der Schweiz nicht zum Ziel führen.

"Das Ei muss endlich gebrochen werden"

Damit folgten viele Besucher den Argumenten der Gegner, allen voran der Vertreter der Unabhängigen. Diese glauben, dass nicht mit genug Nachdruck verhandelt worden ist. Und dass sich jetzt – vor allem nach Vorlegen der St. Galler Spitalstrategie und dem Beschluss zur Schliessung einiger Spitäler – neue Chancen für Verhandlungen bieten. «Das Eis muss endlich gebrochen werden», forderte Harry Quaderer, Chef der DU-Partei Die Unabhängigen.

Doch Gesellschaftsminister Mauro Pedrazzini betonte nachdrücklich: «Es wurde viel geredet. Immer wieder.» Er erklärte, warum eine Kooperation mit Grabs heute nicht mehr so einfach möglich ist wie noch vor einigen Jahren. «Grabs kann nicht selbst darüber entscheiden, ob eine Kooperation mit Liechtenstein gewünscht ist. Das Spital ist inzwischen Teil der Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland.»

«Wir hätten nichts mehr zu sagen»

Eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, eine Aufteilung der Fachgebiete zwischen Vaduz und Grabs wäre gemäss Pedrazzini aber nur mittels einer gemeinsamen Trägerschaft möglich. Liechtenstein wäre dann Teil der Spitalregion. Und in der Praxis sähe das dann so aus: «Im neunköpfigen Stiftungsrat wären wir mit einem Sitz vertreten. Wir hätten nichts mehr zu sagen und würden von der Schweiz aus gesteuert. Und das ist sicher nicht im Interesse des Landes», so Pedrazzini.

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