Kondensatoren und Strassenbelag überlastet, Ventilatoren knapp

In der Dennerfiliale an der Bahnhofstrasse in Buchs musste am Donnerstag Kühlgut entsorgt werden. Grund war ein Ausfall der Kondensatoren der Kühlanlagen, wie der W&O bei der Medienstelle von Denner erfahren hat.

Thomas Schwizer
Drucken
Teilen
Die Kondensatoren für die Kühlgeräte der Dennerfiliale in Buchs machten wegen der Hitze schlapp, Kühlgut musste entsorgt werden. (Bild: Thomas Schwizer)

Die Kondensatoren für die Kühlgeräte der Dennerfiliale in Buchs machten wegen der Hitze schlapp, Kühlgut musste entsorgt werden. (Bild: Thomas Schwizer)

In der Dennerfiliale an der Bahnhofstrasse in Buchs musste am Donnerstag Kühlgut entsorgt werden. Grund war ein Ausfall der Kondensatoren der Kühlanlagen, wie der W&O bei der Medienstelle von Denner erfahren hat. Weiter heisst es:

«Bei den aktuellen Hitzetemperaturen haben die Kondensatoren schlicht den Geist aufgegeben.»

An diesem Standort sei die Situation mit den Kondensatoren, die sich beim «Innenhof» befinden, etwas speziell. Aber es ist die beste Lösung, die sich bietet. Die Mitarbeitenden kühlen derzeit die Kupferleitungen während der grössten Hitze mit kaltem Wasser aus einem Schlauch.

Auch bei einigen weiteren der rund 600 Denner-Verkaufsstellen in der Schweiz gebe es Probleme mit den Kondensatoren – «aber längst nicht flächendeckend».

Bei 35 Grad sind die Kühlanlagen an der Grenze

Dass solche Kälteanlagen bei 35 Grad und mehr wirklich an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit stossen, bestätigt auch die Migros Ostschweiz. Deren Technikverantwortlichen hoffen, dass die Temperaturen endlich ein wenig zurückgehen.

Laut Andreas Bühler, Leiter Kommunikation, laufen «bei diesen aussergewöhnlichen Temperaturen unsere Kälteanlagen am Limit. Sie funktionieren aber bis heute einwandfrei», sagte er gestern.

Bald Waldbrandgefahr

Am Sonntag hat der Kanton Graubünden bis nach Fläsch und Maienfeld Waldbrandgefahr gemeldet und dazu aufgerufen, im Freien – ausser an fest eingerichteten Feuerstellen – kein Feuer zu entfachen und keine brennenden Zigaretten und Streichhölzer wegzuwerfen.

Halte die Hitze noch einige Tage an, dann könnte sich die Lage auch im Kanton St. Gallen zuspitzen, weiss der Wartauer Revierförster Ernst Vetsch. Es müsste schon mal einen Tag lang kräftig regnen, um die Situation nachhaltig zu entspannen, sagte er am Montag auf Anfrage des W&O.

Keine Tischventilatoren mehr

Tischventilatoren und Klimaanlagen waren in den letzten Tagen die Verkaufsrenner. Bei Interdiscount und bei der Landi in Buchs waren gestern keine solchen kleineren Geräte mehr erhältlich. «Ausverkauft», hiess es dort. Bei der Medienstelle von Coop wurden Engpässe in einigen Interdiscount-Verkaufsstellen bestätigt. Vor allem am Samstag seien sie von Kunden überrannt worden, die wegen der grossen Hitze Ventilatoren kauften.

Man versuche die Lagerbestände unter den Filialen aufzuteilen. In einzelnen Verkaufsstellen von Coop und Fust habe es kurzfristig Engpässe gegeben, ab heute könne hier der Bedarf aber meist wieder gedeckt werden, so die Coop-Medienstelle.

Mehr «Sommerverletzungen»

Im Spital Grabs werden derzeit auf der Notfallstation pro Tag hitzebedingt zwei bis drei Patienten mehr behandelt als sonst um diese Jahreszeit. Es handle sich vor allem um ältere Patienten, die dehydriert seien. Das teilt Mediensprecherin Andrea Bachmann mit.

Ansonsten gebe es eine Steigerung bei Verletzungen, die damit zu tun haben, dass die Menschen im Moment viel im Freien seien: Schnittverletzungen (zum Beispiel Glasscherben im Schwimmbad), allergische Reaktionen (zum Beispiel bei Insektenstichen) und Unfälle (zum Beispiel beim Radfahren).