Buchs
Erwachsene können die Berufsmatura in Buchs neu als Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht absolvieren

Am Berufs- und Weiterbildungszentrum (BZB) wird ab diesem Sommer in zwei Klassen der Berufsmaturität für Erwachsene (BM 2) die Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht angeboten (BM 2-kombi). Der Online-Unterricht ist ortsunabhängig, richtet sich aber nach eine einem fixen Stundenplan.

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Am Berufs- und Weiterbildungszentrum in Buchs kann die Berufsmaturität in einer Kombination zwischen Präsenz- und Fernunterricht erworben werden.

Am Berufs- und Weiterbildungszentrum in Buchs kann die Berufsmaturität in einer Kombination zwischen Präsenz- und Fernunterricht erworben werden.

Bild: PD

(pd) Am Berufs- und Weiterbildungszentrum (BZB) wird ab diesem Sommer in zwei Klassen der Berufsmaturität für Erwachsene (BM 2) die Kombination aus Präsenz- und Fernunterricht angeboten (BM 2-kombi). Die einjährige Vollzeit-Ausbildung der BM 2, die nach der Lehre absolviert werden kann, wird auch im Berufs- und Weiterbildungszentrum BZB in Buchs angeboten. Neu wird dabei je eine Klasse der Ausrichtung «Technik, Architektur, Life Sciences» sowie der Ausrichtung «Gesundheit und Soziales» als Kombination von Präsenz- und Fernunterricht geführt.

Ortsunabhängig, aber nach fixem Stundenplan

«Wichtig zu wissen für die angehenden Berufsmaturanden ist, dass die zwei Tage Fernunterricht zwar ortsunabhängig stattfinden, jedoch einem fixen Stundenplan folgen», erklärt Peter Keller-Giger, Leiter Grundbildung am BZB. Er plant diesen Lehrgang zusammen mit Cornel Berger, Leiter Berufsmaturität und Susan Frommer, Fachschaftsleiterin Berufsmaturität.

Start ist der Schuljahresbeginn 2021/22. In Kürze entscheidet sich für die angehenden Studierenden definitiv, wo im Kanton sie unterrichtet werden. Fällt der Entscheid auf Buchs, können sie sich überlegen, ob sie diese neue Möglichkeit nutzen möchten.

«Ein Auswahlverfahren wird definitiv darüber entscheiden, wer die BM 2 auf dem neu entwickelten Weg machen wird»

«Alle Lehrpersonen machen freiwillig mit», betont Berger. Die Kombination von Präsenz- und Fernunterricht fordert nicht nur von den Studierenden grosse Selbstständigkeit und Flexibilität, sondern auch von Seiten der Lehrpersonen. Am Beispiel des Fachs Geschichte erklärt er: «In der Fernunterrichtslektion wird beispielsweise ein Lernfilm geschaut oder ein Text gelesen, im Präsenzunterricht in Buchs wird das Ganze dann in einen grösseren Zusammenhang gestellt.

In der Mathematik ist es umgekehrt; dort werden erst die Grundlagen eines Themas vor Ort erarbeitet, danach wird in den Lektionen zu Hause geübt.» Die Lehrpersonen stehen den Studierenden aus der Ferne individuell zur Verfügung. «Bei uns läuft alles über das Programm Teams, wo ganze Klassen unterrichtet werden, gleichzeitig aber auch in Gruppen oder in Form von Einzelgesprächen gearbeitet werden kann.» Prüfungen werden primär im BZB stattfinden ebenso wie «soziale Fixpunkte», Anlässe zur Pflege der sozialen Kontakte.

Weiter auf dem digitalen Weg

Weil die Kombi-Klassen parallel zu den konventionellen Klassen geführt werden, sei es durchgehend möglich, die Leistungen und erreichten Ziele zu vergleichen. «Wir werden von wissenschaftlichen Fachpersonen begleitet, um gezielt zu evaluieren und Erkenntnisse für weitere E-Learning-Vorhaben am BZB und im Kanton zu sammeln», sagt Berger und weist damit auf den digitalen Weg hin, der in der Berufsbildung immer ausgeprägter eingeschlagen wird.

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