Klare Verhältnisse im Derby: Grabs bezwingt Vaduz mit 4:0

Im NLA-Spitzenspiel der Runde bezwang Grabs seinen Nachbar Vaduz wie schon in der Hinrunde deutlich mit 4:0. Zwei Akteure standen heuer erstmals für ihre NLA-Teams im Einsatz.

Robert Kucera
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Alte Bekannte unter sich: David Heath (links) und Marcel Rothmund bestritten ihr jeweils erstes NLA-Spiel der Saison. (Bild: Robert Kucera)

Alte Bekannte unter sich: David Heath (links) und Marcel Rothmund bestritten ihr jeweils erstes NLA-Spiel der Saison. (Bild: Robert Kucera)

Üblicherweise amtet der Grabser David Heath als Coach seines Teams. Durch viele Absenzen in der NLA-Crew durfte er wieder mal selber im Court stehen. Und wie es der Zufall will, stand auch sein Gegner, Marcel Rothmund, erstmals in dieser Saison für das NLA-Team Vaduz im Einsatz. «Ich kenne Marcel schon lange, er ist ein guter Kollege von mir», sagt Heath. Das Match bestritt er aber konzentriert, wollte siegen. Was ihm mit 3:0 auch gelang. «Wir beide haben hart gekämpft doch wir hatten auch viel Spass im Court», gibt der Grabser zu Protokoll.

Mit seiner Leistung zeigte sich David Heath zufrieden. Er habe das Spiel seines Gegners gut lesen können und versuchte möglichst kreativ mit dem Schläger umzugehen. Auf sein Squash-Händchen, erklärt der Grabser Coach lächelnd, sei nach wie vor Verlass. Wie Heath sagt, habe er jedoch nicht mehr die physische Verfassung für NLA-Squash, wenn es hart auf hart gehe. So setzte er Rothmund dauernd unter Druck, um die Ballwechsel kurz zu halten.

Rehman schwächelte, fing sich aber rasch wieder

David Heath brachte sein Team mit 1:0 in Front. Zu diesem Zeitpunkt waren im anderen Court erst zwei Sätze gespielt. Grabs war auf Kurs, Aqeel Rehman führte gegen Davide Bianchetti mit 2:0 und steuerte wie sein Teamkollege auf einen Drei-Satz-Sieg zu. Rehman führte 7:3, ehe dann der Faden riss. Mit 10:12 ging der dritte Satz verloren. Vom Satzverlust erholte er sich aber rasch, dominierte in der Folge seinen Gegner klar und fertigte Bianchetti im vierten Satz gleich mit 11:2 ab. «Ich bin endlich aufgewacht», erklärt er den deutlichen Satzgewinn. Nach dem 7:3, sagt Rehman weiter, sei ihm die nötige Körperspannung abhandenkommen. Die Folge waren ungewöhnlich viele Eigenfehler. Dass er im Stande war, sogleich wieder zuzulegen und konzentriert sein Spiel durchzuziehen, vermochte den Österreicher nicht glücklich zu stellen. «Mein Anspruch ist es, vom ersten bis zum letzten Ball das zu spielen, was ich kann.»

Trotz der zwischenzeitlichen Schwäche Rehmans führte Grabs mit 2:0. Spannung kam allerdings auf, als das Pendel im dritten Match in Richtung Vaduz ausschlug. Patrick Maier behielt in einem hart umkämpften Duell mit Pasquale Ruzicka in den ersten beiden Sätzen die Oberhand. Als das Duo in die kurze Pause ging, begann die letzte Partie. Diese war die klarste Angelegenheit des Abends. Grabs-Spieler Rudi Rohrmüller war Roger Baumann klar überlegen und siegte unangefochten. Der Sieg der Grabser war somit Tatsache.

Vierter Sieg im sechsten Fünf-Satz-Match der Saison

Doch das war noch das Duell auf Position drei. Ruzicka und Maier kamen in den drei Sätzen Rohrmüllers gegen Baumann gerade mal eineinhalb Sätze weit. Der Grabser verkürzte auf 1:2, lag im vierten Durchgang aber 6:7 zurück, als sich die Zuschauer ausschliesslich diesem Match zuwandten. Sie sahen einen Kampf auf Biegen und Brechen und, wie könnte es bei Pasquale Ruzicka anders sein, einen Entscheidungssatz. In dieser Saison bestritt er in der NLA bislang drei Fünf-Satz-Matches (2:1), in der NLB waren es deren zwei (1:1). Die NLB-Niederlage im fünften Satz erlitt er ausgerechnet gegen Maier. Am Donnerstagabend nahm er erfolgreich Revanche.

«Bereits in den ersten zwei Sätzen fand Ruzicka die richtige Taktik», hat Heath beobachtet. «Aber einfach nicht lange genug.» Der Coach riet ihm, den Bällen mehr Höhe zu geben, um mehr Länge hin zu bekommen. Was zwei Effekte hatte: Für seinen Gegner wurde der Court länger und Ruzicka hatte mehr Zeit, die Position in der Mitte einzunehmen. «Squash ist ein Spiel der Kontrolle der Mitte», sagt Heath. Man müsse die richtige Taktik anwenden, um die Mitte zu kontrollieren. Der Grabser hörte auf den Coach und durfte nach hartem Kampf die Arme zum Siegesjubel in die Höhe strecken.

Grabs – Vaduz 4:0

Nach Sätzen: 12:3. – Nach Punkten: 163:104. Die Partien: Aqeel Rehman vs. Davide Bianchetti 3:1 (11:7, 12:10, 10:12, 11:2). – Rudi Rohrmüller vs. Roger Baumann 3:0 (11:3, 11:3, 11:3). – Pasquale Ruzicka vs. Patrick Maier 3:2 (11:13, 9:11, 11:7, 11:9, 11:7). – David Heath vs. Marcel Rothmund 3:0 (11:7, 11:3, 11:7).

Rangliste (11 Spiele): 1. Grabs 32 Punkte. 2. Vaduz 22 (6 Siege / 25:19). 3. Panthers Kriens 22 (5 Siege / 27:17). 4. Uster 21. 5. Sihltal 19. 6. Pilatus Kriens 18. 7. Pythons Kriens 13. 8. Bern 10. 9. Grasshopper 5. 10. Vitis Schlieren 3.