Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kirschbauern erwarten Topernte

Der zweit wärmste April seit Messbeginn, Trockenheit und ein guter Bienenflug während der Blüte bescheren den Kirschbauern in der Region eine reiche Ernte. Die grösste Gefahr ist nun die Kirschessigfliege.
Ursula Wegstein
«Die Bäume sind sehr voll. Das ist ein perfektes Kirschenjahr», so Andi Gantenbein, Obstbauer in Grabs. (Bild: Alexandra Wey, Keystone)

«Die Bäume sind sehr voll. Das ist ein perfektes Kirschenjahr», so Andi Gantenbein, Obstbauer in Grabs. (Bild: Alexandra Wey, Keystone)

Bei den Kirschen ist die Haupternte in vollem Gang. Schweizweite Prognosen gehen von knapp drei Tausend Tonnen Tafelkirschen in diesem Jahr aus. Die geschätzte Gesamtmenge liegt laut dem Schweizer Obstverband fast dreissig Prozent über dem Durchschnitt der letzten vier Jahre – das Jahr 2017 nicht einbezogen. Der Frost im vergangenen Jahr hatte zu grossen Ernteausfällen und Schäden von schweizweit insgesamt über 100 Millionen Franken verursacht.

«Es ist alles wunderbar»: Menge, Qualität, Grösse und Geschmack», sagen die Obstbauern der Region auf Anfrage des W&O einstimmig. Nach einem Beinahe-Totalausfall im vergangenen Jahr ist die Freude über die vollen Kirschbäume in diesem Jahr besonders gross.

Durch die hohen Temperaturen und die Trockenheit im April konnten die Kirschbäume vollständig blühen. Auch wenn die Blüte aufgrund dieser Witterung sehr kurz war und viele Obstarten gleichzeitig geblüht haben, war der Bienenflug und die Befruchtung insgesamt gut, wie Heinz Müller, Obstbauer in Weite sagt.

Hagelnetze, Regenfolien und Dächer

Auch im weiteren Verlauf hatten die Obstbauern Wetterglück: Frost, Hagel und Dauerregen blieben aus, sodass sich die Früchte gut entwickeln konnten. Da Kirschen eine heikle Ware sind und Hagel oder lang anhaltende Regenfälle die Ernte in Gefahr bringen können, sorgen die Obstbauern der Region mit Schutzmassnahmen gegen unliebsames Wetter sowieso vor: Hagelnetze, Regenfolien oder sogar mit Dächern sind die Kirschen gegen Wind und Wetter geschützt.

Auch der Befall durch Krankheiten und Schädlinge ist niedrig, wie der Schweizer Obstverband in seiner Vorernteschätzung 2018 schreibt. Die grösste Gefahr ist jetzt die Kirschessigfliege. Vor ein paar Jahren aus Asien in die Schweiz verschleppt, hat das Insekt hier keine natürlichen Feinde. Aktiv wird sie erst, wenn die Früchte richtig reif sind.

Wie mit einer kleinen Säge ritzt sie die Fruchthaut reifer Früchte an und legt ihre Eier hinein. Die geschlüpften Larven zerfressen die Frucht von innen und machen sie rasch ungeniessbar. Aufgrund der Nähe zur Ernte sind Spritzmittel in diesem Reifezustand nicht mehr zulässig. Mit speziellen Netzen lässt sich die Ernte jedoch schützen. Das ist allerdings nur bei sogenannten Niederstammbäumen möglich.

Engmaschige Netze und reife Früchte ernten

«Neben engmaschigen Netzen um die ganze Anlage, ernten wir alle reifen Früchte ab und achten besonders darauf, dass keine reifen Früchte am Boden liegen», sagt Lukas Vetsch, Obstbauer in Grabs. Das sei der ideale Nährboden für diesen Schädling. Je grösser die Kirschen, desto höher ist auch der Preis. Neun bis elf Franken kostet das Kilo der grössten Kategorie derzeit ab Hof in der Region. Bis in etwa fünf Wochen alle Kirschen abgeerntet sind hat auch Andi Gantenbein in Grabs, der alles per Hand erntet, noch alle Hände voll zu tun.

Auch die Aprikosen-, Apfel- und Zwetschgenbäume in der Region hätten schön geblüht und Früchte angesetzt. Die Voraussetzungen für ein gutes Obstjahr sind gut. Für eine Prognose ist es jedoch noch zu früh.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.