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Kolumne

Kinderkram: Wie haben Sie gelernt, mit Frust umzugehen?

Zugegeben, es nervt mich total, wenn etwas nicht so funktioniert, wie ich das möchte.
Katharina Rutz
Mit dem eigenen Frust gut umzugehen, will gelernt sein. (Bild: Fotalia)

Mit dem eigenen Frust gut umzugehen, will gelernt sein. (Bild: Fotalia)

Wenn ich etwas nicht kann, oder wenn jemand etwas hat, was ich auch will. Wenn jemand besser ist, dort, wo ich doch so gerne gut wäre. Ich habe dann Frust.

Kennen Sie dieses Gefühl? Wie gehen Sie mit Frust um? Und ganz wichtig, wo und wie haben Sie gelernt, damit umzugehen?

Als Mama ist die Versuchung wirklich verdammt gross, bei meinen Kindern jeglichen Frust zu vermeiden. Immer wieder muss ich mir sagen: Frust gehört zum Leben dazu, für Kinder und vor allem auch für Erwachsene. Deshalb ist es immens wichtig, mit dem eigenen Frust gut umgehen zu können. Und zwar ohne den Drogen zu verfallen!

Als frischgebackene Mutter war ich von der Sorte, die ihr Baby nicht weinen lassen konnte. Ich hielt es fast nicht aus, wenn ich mein Baby einmal nicht sofort trösten konnte. Da das zweite 15 Monate nach dem ersten das Licht der Welt erblickte, hatte ich bald ein Problem.

Was tun, wenn das 15-monatige Kleinkind weinte und das Neugeborene gestillt werden wollte? Die Situation überforderte mich. Doch meine Hebamme wusste Rat. Einen Rat, den ich mir seither immer wieder sage und der mir hilft, die Trauer und den Frust meiner Kinder mit ihnen auszuhalten. Sie sagte:

«Irgendwann im Leben muss jedes Kind lernen Frust auszuhalten. Lilly lernt es eben bereits jetzt.»

Ich kann meinen Kindern nicht immer jeglichen Frust abnehmen. Ich kann gewisse Dinge mit ihnen durchstehen, indem ich Verständnis für sie zeige und sie halte, während sie weinen.

Beispielsweise, wenn die Zeit gekommen ist, sich definitiv auch zum Schlafen vom Nuggi zu verabschieden. Oder ich kann ihnen zutrauen, dass sie ihre Konflikte selber lösen. Zum Beispiel, wenn eine das Kickboard hat und die andere ein Stück zu Fuss nach Hause gehen muss. Meine Lösung ist es nicht, immer dafür zu sorgen, dass entweder beide ein Kicki haben oder keine.

Ich kann nicht ewig alles doppelt für sie kaufen oder mitnehmen. Es können nicht beide immer das gleiche dürfen oder können. Was, wenn die erste einmal einen Freund hat. Soll ich dann ins Geschäft gehen und der anderen auch einen kaufen? Eben.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (5)
und Sarah (4), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.

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