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Kolumne

Kinderkram: Wenn dir die Kinder den Spiegel vorhalten

Man sagt: Dein Pferd ist dein Spiegel. Noch viel «schlimmer» ist das bei den eigenen Kindern!
Katharina Rutz
Wer ungeschönt in sein Spiegelbild sehen möchte, der sollte sich mit Pferden beschäftigen oder die eigenen Kinder beobachten. (Bild: Archiv Tagblatt)

Wer ungeschönt in sein Spiegelbild sehen möchte, der sollte sich mit Pferden beschäftigen oder die eigenen Kinder beobachten. (Bild: Archiv Tagblatt)

In der Reiterszene gibt es ein viel zitiertes Sprichwort des deutschen Schriftstellers Rudolf C. Binding:

«Dein Pferd ist dein Spiegel. Es schmeichelt dir nie. Es spiegelt dein Temperament. Es spiegelt auch deine Schwankungen. Ärgere dich nie über dein Pferd, du könntest dich genauso gut über dein Spiegelbild ärgern.»

Etwas Wahres ist unbestreitbar dran. Noch einfacher zu erkennen ist die Wahrheit in diesem Sprichwort aber, wenn man anstelle von Pferd «Kind» einsetzt. Unzählige Male haben unsere Kinder mir und meinem Mann bereits unser Spiegelbild vor Augen geführt.

Viele Situationen lassen sich ganz logisch nachvollziehen: Wenn der Papa zur Vesperzeit ins Haus kommt und sich jedes Mal zuerst ein Joghurt schnappt, dann macht das halt die Tochter ihm gleich. Wenn die Mama akribisch auch noch den letzten Pferdeapfel aus dem Sägemehl gabelt, dann macht das die Tochter halt ebenso, zur Not mit den Fingern.

Selbstverständlich entdeckt man auch die eine oder andere negative Eigenschaft wieder. Wenn Mama und Papa die Stallschuhe nicht wegräumen, nachdem sie diese beim Hintereingang abgestreift haben, dann ... führt das zu einem unmöglichen Schuhsalat. Über diesen braucht sich die Mama dann beim Drüberstolpern nicht aufzuregen. Auch nicht über die üble Laune der Tochter, wenn diese eigentlich nur zu müde ist. Ich weiss ja selber, wie das ist.

Bei anderen Dingen zeigt sich für mich dann aber der Zauber des Elternseins.

Dann wenn man entdeckt, dass die Tochter ebenso neugierig und vielseitig ist, wie man selber. Oder wenn man eine Miniausgabe des geliebten Partners erhält. Dieselbe Warmherzigkeit und Grosszügigkeit, dieselbe unbändige Energie und dasselbe positive Denken – das ist dann der Mama-Bonus, einfach unbezahlbar.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (5)
und Sarah (4), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.

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