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Kolumne

Kinderkram: Verwildert sehen meine Kinder zwar manchmal aus, sind sie aber nicht

Zerzaust und schmutzig bis über beide Ohren trifft man meine Mädchen manchmal an. Und dann mache ich mir auch mal Gedanken darüber, wie das dann auf andere (Mütter) wirken könnte.
Katharina Rutz
Etwa so sehen meine Mädchen auch oft aus - etwas verwildert. (Bild: Fotalia)

Etwa so sehen meine Mädchen auch oft aus - etwas verwildert. (Bild: Fotalia)

Am Sonntagabend sah ich tatsächlich eine vermutlich verwilderte Katze auf meinem Ausritt. Ich hatte schon gehört, dass es dort welche gebe. Jedoch noch nie eine gesehen. Ich möchte der Katze nichts unterstellen. Sie könnte auch vom nahegelegenen Bauernhof stammen und rundum perfekt betreut sein. Sie sah auch nicht abgemagert oder krank aus. Nur etwas zerzaust vielleicht. Und sie befand sich halt etwas abseits von der Zivilisation.

Zurück zu Hause traf ich dann meine beiden Mädchen an. Sie waren zerzaust und vom Spielen auf unserem Pferdeauslauf ziemlich schmutzig. Aber ihre Augen und Backen leuchteten und ihr Lachen konnte ich schon von weitem hören.

Nun, sollten Sie einmal meine beiden Mädchen antreffen – zerzaust und schmutzig –, bitte denken Sie nicht, sie seien verwildert.

Zugegeben, der Gedanke ist manchmal naheliegend, weigert sich doch die Grössere beispielsweise regelmässig sich zu frisieren. Ihre Haare müssen offen sein. Barfuss ist ausserdem ihr gängiges Schuhwerk und ich bin froh, zieht sie sich mittlerweile nicht mehr ganz so häufig aus.

Sie rennen da dann rum, auf dem Pferdeauslauf, bauen einen Parcours auf und spielen Pferd. Eine galoppiert, die andere longiert. Logisch hält da auch kein Haarband mehr im Zopf der Jüngeren.

Wie dem auch sei, glauben Sie mir, sie sind unter Aufsicht. Die Eltern stehen halt nur nicht jede Sekunde mit dem Feuchttüchlein direkt daneben.

Aber sie werden am Abend garantiert gebadet.

Und wissen Sie was? Das «Galoppieren wie ein Pferd» müssen meine Mädels im Kindergarten dann nicht mehr lernen. Verwildert oder nicht.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (5)
und Sarah (4), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.

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