Kolumne

Kinderkram: Panikmache oder Ignoranz - wie viel Corona muten Sie Ihren Kindern zu?

Zurzeit sind die einschlägigen Mütterblogs ja wieder voll davon: Von Corona, Angst vor Schul- und Kitaschliessungen und Warnungen vor möglicher Überlastung der Mütter. Auf der anderen Seite begegnet einem auch unglaublich viel Ignoranz beim Thema Corona.

Katharina Rutz
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Was macht das Coronavirus mit unseren Kindern? Zum Beispiel die Maskenpflicht?

Was macht das Coronavirus mit unseren Kindern? Zum Beispiel die Maskenpflicht?

Urs Hanhart

Innegehalten habe ich aber bei der Frage: Was macht das Virus mit unseren Kindern? Verursachen die nun allgegenwärtigen Masken sogar psychische Schäden bei ihnen? Also, da hörte irgendwann der Spass bei mir auf.

Vielleicht weil auch bei mir plötzlich die Frage aufkam:

Tragen meine Kinder einen Schaden von der Coronapandemie davon?

Ich merkte, wie ich mich wieder einmal beeinflussen liess. Heute allerdings habe ich auf der Internetseite des Magazins fritzundfraenzi.ch ein ausgezeichnetes Interview gelesen, das ich wärmstens empfehlen möchte: «Wie viel Corona können Eltern ihren Kindern zumuten?»

Gleichzeitig kehre ich zu einer meiner tiefen inneren Überzeugungen als Mutter zurück: Meine Aufgabe ist es, meine Kinder auf die Welt vorzubereiten, so wie diese Welt eben gerade ist. Und nicht die Welt so zu machen, dass für meine Mädchen immer alles rosa ist.

Ich erachte die Coronapandemie inzwischen als schlimm. Schlimme Dinge werden vielleicht meinen Kindern passieren. Werden wir in der Familie erkranken? Wird ein Grosselternteil erkranken? Mit einem schweren Verlauf? Vielleicht sogar sterben?

Nun, der wichtigste Tipp aus dem Interview ist für mich, mit den Kindern über das Virus zu sprechen und ihnen die Fakten altersgerecht zu erklären.

Besser als sich über die Maskentragepflicht künstlich aufzuregen.

Das hätte ich mir auch gewünscht, damals, als die Sache mit dem Ozonloch in den Medien war. Entschuldigen Sie den weit hergeholten Vergleich. Die Tragweite von Corona ist momentan sicher gerade um einiges grösser und näher.

Aber ich dachte als Kind tatsächlich, das Ozonloch sei ein Loch im Boden und es werde uns in naher Zukunft verschlingen. Ich erinnere mich noch gut an meine Angst, aber auch an die Erleichterung, als ich später die Wahrheit erfuhr.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (6)
und Sarah (5), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.