Kinderkram: Mama sein heisst, oft zu kämpfen - wähle also deine Schlachten weise

Mutter zu sein ist anstrengend. Tatsächlich gibt es Tage, an denen man ständig kämpft.

Katharina Rutz
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Das Zähneputzen ist bei uns bisweilen ein hart umkämpftes Schlachtfeld.

Das Zähneputzen ist bei uns bisweilen ein hart umkämpftes Schlachtfeld.

Edyta Linek, Fotolia

Eine Mama kennt unzählige Schlachtfelder: Körperpflege, Zeitmanagement, Ernährung, Bildschirmzeit, Ordnung und so weiter.

Persönlich bin ich ja nicht so der selbstkasteiende Typ. Ich lasse es oft lieber einmal gut sein, als auf etwas zu beharren und so in meiner Meinung nach unnötige Konflikte zu geraten. Nun, mit Kindern funktioniert das manchmal nicht so gut, will man nicht Gefahr laufen, total die Kontrolle zu verlieren.

Während allerdings andere Mütter über Frühstück mit Geschrei, Nachmittage mit Geschrei, Bettrituale mit Geschrei und totale Erschöpfung jammern, habe ich einen anderen Ansatz gefunden:

Choose your battles (wisely).

Auf Englisch tönt das noch viel besser, gell. Eigentlich heisst das nur so viel wie: Wähle mit Bedacht, welche Schlachten Du schlagen willst.

Bei uns sieht das zum Beispiel so aus: Während ich darauf beharre, dass die Zähne geputzt werden, lasse ich dem Kind seinen Willen, wenn es kein Pyjama ins Bett anziehen möchte. Ein sauberes T-Shirt reicht zum Schlafen doch vollkommen aus.

Ich konzentriere mich also auf die Schlacht mit der Zahnbürste und habe diese auch schon sehr sehr hart geführt. Mit viel Geschrei und vielen Tränen. Weil: Die Zähne hat das Kind sein Leben lang und sie sollten deshalb so gesund wie möglich gehalten werden – auch schon die Milchzähne. Ob das Kind nachts unter der Decke ein Pyjama oder ein T-Shirt und die Lieblingsleggings trägt, stört nun wirklich niemanden.

Allerdings brachte mir dieser Erziehungsstil auch schon Bemerkungen zu meiner mangelnden Konsequenz ein. Ich habe nun aber eine passende Antwort auf solche Sticheleien gefunden.

Kathrin Buholzer vom Elternportal Elternplanet.ch hat nämlich dazu einmal einen wunderbaren Blogeintrag geschrieben. Sie schreibt:

«Man muss aber auch immer ein bisschen aufpassen, dass man Konsequenz nicht mit Sturheit verwechselt. Erziehung soll schliesslich auch Spass machen ...»

Das merk ich mir.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (6)
und Sarah (5), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.