Kolumne

Kinderkram: Herbstferien- Blues? Mich beschäftigen vor allem drei Dinge

Was kann man mit den Kindern aufgrund der steigenden Coronazahlen noch unternehmen? Gehen meine Kinder eigentlich gerne in Schule und Kindergarten und wieso bloss erhält Lilly ein Kästchen mit Wörtern in die Ferien mit nach Hause?

Katharina Rutz
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Auch in den Schulferien zeichnen und schreiben meine beiden Mädchen gerne und oft. Unter anderem daraus schliesse ich: Sie gehen gerne in Schule und Kindergarten.

Auch in den Schulferien zeichnen und schreiben meine beiden Mädchen gerne und oft. Unter anderem daraus schliesse ich: Sie gehen gerne in Schule und Kindergarten.

Andrea Stalder

Erstens: Was soll man mit seinen Kindern zu Zeiten von ansteigenden Coronazahlen unternehmen und was nicht? Obwohl ich zu keiner Zeit in eine Coronapanik verfallen bin, wäre es ja wohl dennoch nicht angebracht, nun einfach keinen Gedanken mehr daran zu verschwenden. Zumal wir im direkten Umfeld Personen der Risikogruppe haben.

Glücklicherweise sind meine Mädchen auch damit zufrieden, uns ins Feld zur Karottenernte zu begleiten, dort – weil wieder ein Jahr älter – neue Aufgaben übernehmen zu dürfen, mittags am Feuer Würste zu braten und danach noch ein eigenes kleines Feuer zu unterhalten.

Zweitens: Beantwortet sich während dieser Herbstferien, wo wir eigentlich immer zu Hause sind, meine Frage:

Gehen meine Mädchen gerne in die Schule, in den Kindergarten?

Wenn mich andere das über meine Mädchen fragen, fand ich es bisher immer schwierig, was ich antworten sollte. Weil meine Mädchen das nicht so direkt sagen, auch wenn ich sie danach frage, schauen sie mich etwas verständnislos an.

Da sie allerdings zu Hause «Kindergarten» spielen und die Grosse zudem ständig irgendetwas schreibt, malt, bastelt oder versucht zu lesen, schliesse ich daraus, dass sie gerne in Kindergarten und Schule gehen.

Drittens: Muss ich mit Lilly in den Ferien Schulisches üben? Lilly hat ein Kästchen mit Kärtchen mit Silben und Worten nach Hause erhalten. Ohne Kommentar von der Lehrerin. Wir haben es an einen «sicheren» Ort verstaut und es seither keines Blickes gewürdigt.

Zwischendrin kommt mir die Vermutung auf, dass es vielleicht dazu gedacht wäre, in den Ferien ab und zu das Gelernte zu repetieren.

Sodass nicht alles in den drei Wochen Ferien vergessen geht. Gerade das Lesen ist ja so wichtig und ich stelle mir vor, dass Lilly diese erst gerade neu erworbene Fähigkeit seit dem Schulstart sicher noch nicht verinnerlicht hat.

Ich habe nicht bei der Lehrerin nachgefragt, weil ich finde: Ferien sind Ferien und was ich nicht weiss ...

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (6)
und Sarah (5), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.