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Kolumne

Kinderkram: Die Vorfreude auf den Schulstart oder eben nicht

Am Montag fängt die Schule an. Gehören Sie zu denjenigen Müttern, die sich darauf freuen und einen Prosecco aufmachen oder zu jenen, die dem Schulstart eher bekümmert entgegenblicken?
Katharina Rutz
Bald sind die Ferien vorbei und der Schulalltag hat uns wieder. (Bild: Benjamin Manser)

Bald sind die Ferien vorbei und der Schulalltag hat uns wieder. (Bild: Benjamin Manser)

Meine Schwester hat zwei Mädchen, die etwas älter sind als meine beiden. Irgendwann erzählte sie mir einmal, wie froh sie doch sei, dass nächste Woche wieder die Schule anfängt.

Das machte mich damals etwas stutzig. Eine Mutter, die ihre Kinder loswerden will?

Na gut, sie lebt in Australien, das heisst ihre eigene Mutter (und potenzielle Babysitterin) lebt am anderen Ende der Welt und die Schwiegermutter (und potenzielle Babysitterin) mehrere Stunden von ihr entfernt. Wie das in Australien halt so üblich ist. Sie ist also ziemlich auf sich alleine gestellt.

Sie ist allerdings nicht die einzige, die dem Schulstart (klammheimlich) entgegenlächelt. Vor allem von amerikanischen Müttern kursieren Fotos im Internet, die auf lustige Art und Weise zeigen, wie sich die Eltern am ersten Schultag freuen, ganz im Gegensatz zu ihren Kindern. Keshia Leeann Gardner aus Woodville, Alabama, beispielsweise ist Mutter von fünf Kindern und traf mit solchen Fotos auf Facebook wohl den Nerv der Zeit. Ihr Beitrag wurde 270000 Mal geteilt.

Dann gibt es aber auch die anderen Mütter. Mütter, deren Kinder dem ersten Schultag, dem Oberstufenübertritt oder dem ersten Tag in der Lehre entgegensehen. Da gibt es wohl auch Ängste und Sorgen, die sie sich für ihre Liebsten machen.

Andere Mütter lieben es zu verreisen oder Freunde zu besuchen und trauern wohl bereits der verloren gegangenen Freiheit nach, wenn der strukturierte Schulalltag sie wieder in ihren Fängen hat.

Und ich? Ich kann mich einmal mehr nicht entscheiden, auf welcher Seite ich stehe.

Zugegeben, der Gedanke ist verlockend, dass ich des morgens ab nächster Woche nur noch überlegen muss: Gehe ich reiten oder stehen wichtige Arbeiten in Haus und Hof an, die ich nicht aufschieben kann? Die zusätzliche Frage, ob meine Kinder während meiner Abwesenheit gut betreut sind, fällt dann weg.

Andererseits ist es für mich immer eher stressig, mich darum zu kümmern, dass ausser mir noch zwei andere Menschen pünktlich, sauber und gekämmt, mit ordentlichem Frühstück im Bauch und allem nötigen in der (Kindsgi-)Tasche parat für den Tag sind. Ich bin nicht so der Morgenmensch, Lilly auch nicht. Da ist es während der Ferien entspannter.

Ach, nach so viel künftigem Morgenstress werde ich sicher jeweils zuerst zu den Pferden müssen.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (5)
und Sarah (4), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.

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