Kinderkram: Die Übermacht des kleinen und grossen Geschäfts in der Babyzeit

Die Gedanken einer werdenden Mutter drehen sich meist um solche Dinge: Die süssen Babys mit Pausbacken und Engelslächeln verursachen nichts als Glücksgefühle.

Katharina Rutz
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Volle Windeln beschäftigen die Mutter überdimensional - bis zu einer ganz bestimmten Nacht.

Volle Windeln beschäftigen die Mutter überdimensional - bis zu einer ganz bestimmten Nacht.

Paniti Marta, fotolia

Ihr lustiges Brabbeln, die Patschhändchen, welche Wonne. Anstrengend wird es auch, ja sicher.

Worüber ich mir als werdende Mutter nicht im Klaren war, ist der Anteil am Muttersein, der sich mit dem Geschäft seines Nachwuchses befasst. Im Nachhinein erscheint mir dieser überdimensional.

Zumindest hätte ich mir das nicht träumen lassen.

Es beginnt mit der Faszination über die Farbvariationen und Konsistenzen, wenn das grosse Geschäft des Babys die Ernährungsentwicklung vom Stillbaby zum Breibaby widerspiegelt. Ebenso faszinierend ist es, wie Babys punktgenau ihre Windel (über)füllen, wenn man das Haus verlassen will und man (bzw. Frau) die Kleinen dann noch einmal komplett umziehen muss. Auch der Umfang an Gesprächsstoff über das kleine und grosse Geschäft ist unter Müttern schier unerschöpflich.

Schliesslich kommt die Zeit, wenn sich die Dreijährigen weigern, gewickelt zu werden. Oder sie bestehen darauf, wieder ihre schmutzige alte Windel anzuziehen.

Die Tobsuchtsanfälle sind unbeschreiblich.

Aus Sicht eines Erwachsenen ist das unmöglich nachzuvollziehen. Aber es geht garantiert allen Eltern gleich.

Dann kommt die Zeit, wenn die Kleinkinder nur noch nachts die Windeln brauchen. Und das Beste kommt danach: Die Nacht, in der das Kind das erste Mal aufsteht und selbstständig auf die Toilette geht.

Das war gestern und es verursacht nichts als Glücksgefühle.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (6)
und Sarah (5), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.