Kolumne
Kinderkram: Das gleiche Geschlecht ist besser

Heute ist es ja üblich, zwei Kinder zu haben. Beglückwünscht wird als Mutter, wer ausserdem einen Jungen und ein Mädchen kriegt.

Katharina Rutz
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Drei Schwestern beim gemeinsamen Spielen.

Drei Schwestern beim gemeinsamen Spielen.

Donato Caspari

Als Mutter von zwei Mädchen habe ich tatsächlich in der heutigen Zeit noch etliche gut gemeinte und manchmal auch geschmacklose Bemerkungen dazu erhalten, (noch) keinen Jungen geboren zu haben.

Deshalb schreibe ich hier ein Plädoyer für gleichgeschlechtliche Geschwister. Ich beobachte bei meinen Mädchen täglich die Vorteile aus Sicht der Geschwister.

Sie sind Freundinnen, Spielkameradinnen und stehlen gemeinsam Pferde. Sie sind einander Vorbild und Hilfe. Sie sind ein Team und das obwohl sie vom Wesen her wie Tag und Nacht sind.

Schwestern eben.

Klar kann ein Bruder vieles von dem auch sein. Aber es ist nicht das Gleiche. Ich weiss das, weil ich zwei Schwestern und zwei Brüder habe.

Meine älteren Schwestern waren mir Vorbild und Inspiration: So mache ich das auch einmal oder so mache ich das garantiert nicht. Ich weiss, bei wem ich immer ein bestätigendes und bei wem ich immer ein kritisches Wort finden werde, egal welche Fragen mich gerade umtreiben. Schwestern eben.

Ganz abgesehen davon, dass Mama alle Kleider, Fahrräder und Skis dem gleichgeschlechtlichen Geschwisterchen vererben kann. Als Grosse kriegt man etwas Neues, wenn man die Sachen hergibt und als Jüngere – auch, weil einem ja Rosa nicht gefällt, sondern Blau.

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Katharina Rutz (Bild: Urs Bucher)

Hauptberuflich Mami von Lilly (5)
und Sarah (4), nebenberuflich
Journalistin, Bäuerin und
Pferdenärrin.

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