Kinderbetreuung während der Osterferien in den Gemeinden: Die bisher bewährten Modelle greifen weiterhin

Die Gemeinden der Region Werdenberg und oberstes Toggenburg stellen die Kinderbetreuung während der Ferien sicher und setzen damit einen Auftrag des Kantons St.Gallen um.

Adi Lippuner
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Wie in anderen Gemeinden werden auch im Schülerhort Baobab in Grabs während der Osterferien Kinder betreut.

Wie in anderen Gemeinden werden auch im Schülerhort Baobab in Grabs während der Osterferien Kinder betreut.

Bild: Thomas Schwizer

Am Wochenende liessen die Verantwortlichen des Kantons St.Gallen die Gemeinden wissen, dass sie die Betreuung der Kinder auch während der Osterferien sicherstellen müssen. Eine Aufgabe, welche während der vom Bund verordneten Schulschliessung durch die Schulgemeinden erfüllt wurde und nun von den politischen Gemeinden übernommen werden muss.

Vor grosse Probleme wird, obwohl für die Umsetzung nur eine Woche bleibt, niemand gestellt. Die Verantwortlichen im Einzugsgebiet des «Werdenberger und Obertoggenburger» setzen organisatorisch auf die bisher bewährten Modelle.

Kaum Nachfrage in Wildhaus-Alt St.Johann

«Während der ersten Tage der Schulschliessung waren bei uns einige wenige Kinder zu betreuen, dann organisierten sich die Familien selbst», so Rolf Züllig, Gemeindepräsident von Wildhaus-Alt St. Johann.

Für die acht Arbeitstage während der Osterferien sei die Gemeinde sowohl räumlich als auch personell gerüstet, «wir rechnen aber kaum mit Nachfrage».

Drei Gemeinden mit einer gemeinsamen Lösung

Dank der Kinderbetreuung Grabs-Gams-Sennwald ändert sich für diese drei Gemeinden auch mit der neuen Aufgabenstellung nichts. «Einzig die Zuständigkeit wird während der Ferien von der Schul- auf die politische Gemeinde verlagert», sagt der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner auf Anfrage. In Absprache mit dem Schulratspräsidenten setze man auf die bisherige Lösung mit der Kinderferienbetreuung an den beiden Standorten Grabs und Haag.

Auch Gams hat sich, bestätigt Gemeindepräsident Fredy Schöb für diesen Weg entschieden. Für Peter Kindler, Gemeindepräsident in Sennwald, ist die gemeinsame Ferienbetreuung, wie sie auch schon vor der Coronakrise angeboten wurde, ein guter Weg.

«Die Fachfrauen der Kinderbetreuung leisten hervorragende Arbeit und das weiss ich sehr zu schätzen.»

Rita Zäch, Geschäftsleiterin der Kinderbetreuung Grabs-Gams-Sennwald, bestätigt auf Anfrage, dass die beiden Betreuungsstandorte Baobab in Grabs und Purzelbaum in Haag während der Osterferien offen sein werden.

Anders als wie hier im Kanton Thurgau vor der Coronazeit (Bild) achtet die Stadt Buchs darauf, dass in ihrer Kinderbetreuung derzeit höchstens fünf Kinder pro Gruppe betreut werden.

Anders als wie hier im Kanton Thurgau vor der Coronazeit (Bild) achtet die Stadt Buchs darauf, dass in ihrer Kinderbetreuung derzeit höchstens fünf Kinder pro Gruppe betreut werden.

Bild: Andrea Stalder

In Grabs werden demnächst einige Kinder mehr erwartet

«Auch wenn wir mit kleineren Gruppen rechnen, werden wir in Grabs sicher einige Kinder mehr zu betreuen habe», sagt sie. Dies wegen der erwarteten Verschärfung der Corona-Situation. «Die Verantwortlichen des Spitals haben angefragt, weil einige Eltern ihr Pensum aufstocken und es auch Neueinstellungen gab.»

Das bereitet Rita Zäch aber keine Sorgen. Sie stellt fest:

«Wir sind gerüstet und könnten, sofern die Nachfrage sehr gross ist, auch weitere Standorte öffnen.»

Auch Wartau und Sevelen bereit für die Herausforderung

Gemäss Beat Tinner, Gemeindepräsident Wartau, gibt es in dieser Gemeinde keine Änderung. «Als Einheitsgemeinde sitzen wir im gleichen Boot, die Betreuung wird auch während der Ferienzeit durch die Kindertagesstätte sichergestellt.» Derzeit seien drei Kinder in der Tagesbetreuung, je nach Bedarf könne diese Zahl während der Ferien steigen. Der Gemeinderat habe bereits einen entsprechenden Budgetposten bewilligt, «damit sind wir für die Herausforderungen gerüstet».

Bereit sind auch die Verantwortlichen in Sevelen. Die Kindertagesstätte ist für Notbetreuung während der Ferien offen, bestätigt Leiterin Nelly Langenegger.

Buchs verteilt die Kinder auf zwei Standorte

In Buchs wird ebenfalls auf das bewährte Angebot der Tagesstrukturen im Hanfland Buchs und in Räfis gesetzt. Gemäss Schulratspräsidentin Katrin Frick werden während der Frühlingsferien täglich zwischen sechs und zehn Kinder betreut.

«Damit die Gruppenzahl von höchstens fünf eingehalten werden kann, werden wir die Kinder auf beide Standorte verteilen.»