Kinderbetreuung
Das Grabser «Storchennest »ist eine Oase für kleine Kinder

Tag der offenen Tür beim «Storchennest» des Vereins Spielraum-Lebensraum.

Hanspeter Thurnherr
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Initiantin Maria Luisa Nüesch führt eine Gruppe durch den wilden Garten.

Initiantin Maria Luisa Nüesch führt eine Gruppe durch den wilden Garten.

Bilder: Hanspeter Thurnherr

«Nest» trifft es perfekt. Ein Bau, der ganz auf die Bedürfnisse kleiner Kinder ausgerichtet ist, in welchem sie sich geborgen und wohlfühlen können, um sich und die Welt mit allen Sinnen erfahren und erforschen zu können.

Am Mühlbachweg in Grabs steht der 2019 erstellte, in die Landschaft eingebettete Bau aus zwei Häusern. Bauherrin ist die Stiftung Spielraum-Lebensraum der Initianten Maria Luisa und Heinz Nüesch.

Blick auf das Wiegestuben-Haus.

Blick auf das Wiegestuben-Haus.

Eine Vision wurde Wirklichkeit

Damit ist deren Vision, geschützte Räume und Orte für Eltern und ihre kleinen Kinder zu schaffen, Wirklichkeit geworden. Eine Vision, welche bereits 1986 in einer Gruppe von Maria Luisa Nüesch entstand. Später lernte sie die Arbeit zur Kleinkinderpädagogik der Kinderärztin Emmi Pikler kennen, die heute Grundlage des pädagogischen Konzeptes ist. Die Stiftung vermietet den Bau dem Verein Spielraum-Lebensraum.

Dessen Präsidentin Jeanette Berger nannte am Samstag am Tag der offenen Tür den Bau «ein Statement, welchen grossen Wert die frühe Entwicklung der Kinder hat.» Viel Leben und Lebendigkeit sei ins «Storchennest» eingezogen.

Animierende Einrichtung: Einer der zwei Spielräume im Kinderstuben-Haus.

Animierende Einrichtung: Einer der zwei Spielräume im Kinderstuben-Haus.

Die Geschichte des heutigen Vereins begann vor fast 20 Jahren aus einer Gruppe, die sich jeweils in Bergers Stube traf. Rasch entstanden weitere Gruppen, wuchs das Angebot und mussten grössere Räume gemietet werden. Aktuell profitieren knapp 160 Kinder und deren Eltern vom Angebot des «Storchennest». Dieses umfasst ein gutes Dutzend «Wiegestuben» (Eltern-Kind-Gruppen), mehrere Spielgruppen, eine Kindertagesstätte sowie die «Sandbank» für freies Spiel ohne Animation. Letzteres ist im Winter samstags auch öffentlich zugänglich.

Auch baulich ein Vorzeigeobjekt

Weiters werden Kurse für Erwachsene sowie die Mitbeteiligung an der Ausbildung für Begleiterinnen von Eltern-Kind-Gruppen angeboten. Das «Storchennest» ist auch baulich ein einzigartiges Vorzeigeprojekt. In Stroh-Holz-Lehm-Bauweise wurden zwei einstöckige Häuser erstellt, die durch einen Kiesplatz und einen wilden Garten sowie Rheinstein-Mauern gefasst sind. Kork- und Kalkböden, Lehmdekoputz in unterschiedlichen Naturfarben, farbige Fenster, Streichelskulpturen oder naturnahe Einrichtungen – z. B. kleine Astgabeln als Kleiderhaken – ermöglichen den Kindern (und Erwachsenen), die Welt mit allen Sinnen zu erleben und erfahren.

In Gruppenführungen konnten die Besucherinnen und Besucher dies selber nicht nur sehen, sondern auch nacherleben.

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