Keine Fasnacht in Wartau: Coronavirus narrte die Narren

Keine Guggenmusik, keine Konfetti und kein Umzug: In Trübbach war es am Sonntag still.

Christian Imhof
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Im Restaurant Selva an der Hauptstrasse in Trübbach herrschte am Fasnachtssonntag reger Betrieb. Die Gruppe «Wagabau Tresa», die sich für den Wartauer Umzug angemeldet hatte, liess sich die Laune nicht verderben: «Wir, der harte Kern, sind trotzdem hier und feiern den Saisonabschluss.»

Im Restaurant Selva an der Hauptstrasse in Trübbach herrschte am Fasnachtssonntag reger Betrieb. Die Gruppe «Wagabau Tresa», die sich für den Wartauer Umzug angemeldet hatte, liess sich die Laune nicht verderben: «Wir, der harte Kern, sind trotzdem hier und feiern den Saisonabschluss.»

Bild: Christian Imhof

Viel zeugt in Wartau an diesem Wochenende nicht von Fasnachtstimmung: Ein wenig fehl am Platz und einsam hängt entlang der Hauptstrasse in Trübbach ein Wimpel. Die «Krone» und das «Jonny’s Lion Cave» haben geschlossen, wie sie es auch sonst an einem normalen Sonntag hätten. Einzig im Restaurant Selva an der Hauptstrasse herrscht reger Betrieb, durch diverse Gäste aus dem Fürstentum Liechtenstein.

Den Spass vom Virus nicht verderben lassen

«Selva»-Chef Saif Ahmed Khan sagt, dass sie die Absage der ­Fasnacht durchaus bemerkt haben. Trotz dem gut laufenden Betrieb habe es doch kurzfristig einige Absagen von Fasnachtsgruppen gegeben. Doch er sei guter Dinge, dass sich dies wieder ausgleiche und ganz alle Narren hätten sich den Spass vom Virus und der damit gemachten Panik nicht verderben lassen.

Ein Saisonabschluss der anderen Art

Im hinteren Teil des «Selvas» hatte es sich nämlich die Fasnachtsgruppe Wagabau Tresa gemütlich gemacht, welche jetzt einen ruhigeren Fasnachtsabschluss feierte. «Es sei vorhersehbar gewesen.», erklärte die Präsidentin Barbara Bürzle, für welche der Fall schon beim offiziellen Kommuniqué des Bundesrates klar gewesen sei. «Grundsätzlich müsse man immer mit solchen Absagen rechnen. Sie hätten in ihrer Laufbahn schon erlebt, dass die Fasnacht wegen eines Kriegs oder auch wegen Schnee abgesagt worden sei. Das sei höhere Gewalt, da könne man nicht viel dagegen tun.»

Die Liechtensteiner Truppe habe in diesem Jahr sieben fulminante und schöne Umzüge gehabt, jetzt sei der letzte, achte eben in die Hosen gegangen, was nicht weiter schlimm sei. «Wir, der harte Kern, sind trotzdem hier und feiern den Saisonabschluss.» Einzig ein wenig blöde sei laut Bürzle, dass sie genau in diesem Jahr zum 15. Mal beim Wartauer Umzug mitgelaufen wären, weshalb sie die Jubiläumsfeierlichkeiten nochmals um ein Jahr verschieben müssten.

Nächstes Jahr feiert die Gruppe «15+»

Die familiäre Runde im Restaurant Selva in Trübbach liess sich die Freude an der gemeinsamen Sache vom Virus nicht nehmen. Sie seien jetzt gespannt auf die nächstjährige Ausgabe, wo sie dann «15+» feiern werden und hoffentlich gleich perfektes Wetter wie am Sonntag vorfinden werden.