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Keine Fahnen aus Autos schwenken

Im Kleinen tolerant und im Grossen konsequent: So beschreibt die Kantonspolizei in Verhaltensregeln für Feiernde während der Fussball-WM ihre Haltung. Die Organisation der Buchser WM-Fanmeile setzt auf Vernunft.
Armando Bianco
Fussball verbindet die Nationen: Siege dürfen nach Spielschluss gefeiert werden – allerdings nur im gesetzlich erlaubten Rahmen. Die Kantonspolizei weist in Verhaltensregeln darauf hin. (Bild: Heini Schwendener)

Fussball verbindet die Nationen: Siege dürfen nach Spielschluss gefeiert werden – allerdings nur im gesetzlich erlaubten Rahmen. Die Kantonspolizei weist in Verhaltensregeln darauf hin. (Bild: Heini Schwendener)

Den einen oder anderen Autokorso weniger geben wird es heuer allein durch den Umstand, dass sich Italien nicht für die Fussball-WM qualifiziert hat. Doch leben in der Schweiz genug Einheimische und andere Nationalitäten, die hungrig darauf sind, die Siege ihres Teams gebührend zu feiern; meistens im öffentlichen Raum und zu abendlichen Zeiten. «Damit die Bevölkerung nicht nur die Spiele, sondern auch die Feste danach geniessen kann, appellieren wir an die Vernunft der Feiernden und bitten darum, einige einfache Regeln zu befolgen», hält die Kantonspolizei St. Gallen in den Verhaltensregeln fest, mit welchen sie sich an die Öffentlichkeit wendet. Dort erfährt man, was erlaubt ist und was teuer werden kann. Die Devise der Polizei lautet». Im Kleinen tolerant, im Grossen konsequent. Wenn es um die Sicherheit geht, herrscht Nulltoleranz (siehe Titelseite).

Maximal bis Mitternacht, nicht auf der Motorhaube

Vorweg gilt zu sagen, dass generell für feiernde Fussballfans die gleichen Gesetze gelten wie für alle, ob im Strassenverkehr oder andernorts. Laut gefeiert werden darf bis eine Stunde nach Spielende, maximal jedoch bis Mitternacht, betont die Kantonspolizei. Danach sei auf die Abgabe von übermässigen Warnsignalen, beispielsweise mit der Hupe, zu verzichten. Ebenso sei Lärm zu vermeiden, sei dies mit unnötigem Herumfahren mit dem Fahrzeug, lauter Musik oder in Form allgemeiner Nachtruhestörung oder Belästigung. Sachbeschädigungen jeglicher Art werden genau wie Körperverletzungen oder Tätlichkeiten wie üblich geahndet und sind zu keiner Zeit tolerier- oder entschuldbar. Harry Müntener, Geschäftsführer von Marketing Buchs und Mitorganisator der WM-Aktivitäten in Buchs, spricht von passendem Augenmass und Fingerspitzengefühl. «Ich finde schon, dass man, bis eine halbe Stunde nach Spielende seine Freude über ein gewonnenes Fussballspiel zeigen darf, natürlich nur im gesetzlich zulässigen Rahmen. Die Weltmeisterschaft ist ein verbindendes Volksfest, so soll man es auch angehen.»

Weiter betont die Polizei, dass nur die für das Fahrzeug zugelassene Anzahl Personen im Fahrzeug mitfahren dürfe. Mit einer Verzeigung muss rechnen, wer sich aus einem Fahrzeug lehnt oder beispielsweise Fahnen aus dem Auto schwenkt. Selbstverständlich dürfen sich während der Fahrt auch keine Personen auf dem Fahrzeugdach oder der Motorhaube befinden, selbst wenn langsam gefahren wird.

Auch bei der Polizei gibt es Fussballfans

Dass die Kantonspolizei kein Spielverderber sein will und nur den ihr vorgegebenen Pflichten nachkommt, untermauert dieser Abschnitt in den Verhaltensregeln: «Auch unter uns sind einige Fussballfans, doch trotzdem gibt es beim Feiern Regeln, die wir durchsetzen müssen. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der Feiernden und bitten, Rücksicht zu nehmen – beispielsweise auf Personen, die im Schichtdienst arbeiten und auf ihren Schlaf angewiesen sind. So steht einer unvergesslichen Weltmeisterschaft und vielen harmonischen Feiern nichts im Wege.

Harry Müntener findet die von der Polizei definierten Verhaltensregeln grundsätzlich gut. «Und wenn die Feiernden diese mit Vernunft anerkennen, ist das noch besser». Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass Erfolge im Buchser Zentrum gerne lautstark gefeiert werden, sich die Menschen aber durchaus auch bewusst sind, was im Rahmen des Tolerierbaren liegt; eine positive Folge der «Aufklärungsarbeit» der Kantonspolizei.

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