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Keine Einigung nach Brand von Sennwalder Doppelhaus

Die Besitzerin einer abgebrannten Doppelhaushälfte wollte einen Wiederaufbau realisieren. Doch die Besitzerin der zweiten Hälfte war mit dem Bau bis an die Grenze nicht einverstanden.
Corinne Hanselmann
Nach langem Hin und Her verkaufte die Eigentümerin der Doppelhaushälfte ihr Grundstück, obwohl sie gerne gebaut hätte. (Bild: Kapo)

Nach langem Hin und Her verkaufte die Eigentümerin der Doppelhaushälfte ihr Grundstück, obwohl sie gerne gebaut hätte. (Bild: Kapo)

«Solch unfaire Verhandlungen habe ich in meinem 40-jährigen Berufsleben noch nie erlebt», sagt Architekt Turi Göldi von Göldi Baupartner, Altstätten. Während über eineinhalb Jahren beschäftigte er sich mit der Planung eines Hauses am Zilweg in Sennwald. Es sollte die Hälfte eines im Jahr 2017 abgebrannten Doppelhauses ersetzen, die Janja Mittelholzer gehörte. Die Situation ist kompliziert, weil die Liegenschaft zwei verschiedene Besitzer hatte. Die Besitzerin der zweiten abgebrannten Haushälfte, die Ortsgemeinde Sennwald, hat mit dem Grundstück nämlich andere Pläne und plant dort keinen Wiederaufbau. Der Ortsverwaltungsrat hat Einsprache erhoben gegen das von Grundbesitzerin Janja Mittelholzer und ihrem Generalunternehmer Turi Göldi eingereichte Baugesuch.

Die Einsprache wurde zwar abgewiesen und das Baugesuch von der Gemeinde Sennwald gutgeheissen. Doch dagegen legte die Ortsgemeinde Rekurs beim kantonalen Baudepartement ein.

Ohne Einigung kaum Chancen auf Bewilligung

Da ein positiver Ausgang des Rekursverfahrens zu Gunsten der Partei Mittelholzer/Göldi höchst unwahrscheinlich schien, ohne dass sie sich mit der Ortsgemeinde einigen kann, hat Turi Göldi das Baugesuch schliesslich zurückgezogen.

Jeder Versuch, lösungsorientiert zu verhandeln, wurde vom Ortsverwaltungsrat blockiert, sagt Turi Göldi. Zudem seien Unwahrheiten und Beleidigungen ausgesprochen worden. Hätte Mittelholzer auf ihrer Parzelle einen Neubau realisieren wollen ohne das Einverständnis der zweiten Partei, müssten die Grenzabstände von vier Metern eingehalten werden – obwohl das abgebrannte Doppelhaus über die Grenze gebaut war. Weil dies aufgrund der engen Platzverhältnisse und der Form der Parzelle schwierig bis unmöglich ist, hat die Grundbesitzerin nach eineinhalb Jahren aufgegeben und ihr Grundstück an die Ortsgemeinde Sennwald verkauft.

Ihr Architekt wirft der Ortsgemeinde Sennwald Verzögerungstaktik vor, wie er in einem Leserbrief schreibt. Der Präsident der Ortsgemeinde Sennwald habe der Bauherrschaft jegliche Aussprache oder Anhörung verweigert. Für ihn ist klar: Die Ortsgemeinde hatte es von Anfang an nur auf das Grundstück abgesehen und war deshalb an einer einvernehmlichen Lösung nie interessiert.

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