Kantonspolizei St. Gallen informierte Landespolizei Liechtenstein über Brand in Triesner Imbissbude

Aufgrund eines technischen Fehlers war die Notfallnummer der Landespolizei Liechtenstein in der Nacht auf Dienstag nicht erreichbar, als eine Imbissbude in Triesen nach einer Explosion brannte. Dadurch verzögerte sich das Ausrücken der Feuerwehr um vier bis fünf Minuten. Zudem sucht die Polizei Zeugen – Brandstiftung könne nicht ausgeschlossen werden.

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Die Polizei sucht nach der Brandursache.

Die Polizei sucht nach der Brandursache.

Landespolizei

(wo) Der Kriminaltechnische Dienst der Landespolizei ist seit Dienstagmorgen mit der Spurensicherung und der Brandursachenermittlung in der ausgebrannten Imbissbude in Triesen (der W&O berichtete) beschäftigt. Zur Unterstützung der komplexen Tatortarbeit wurden der Forensisch-Naturwissenschaftliche Dienst der Kantonspolizei (Kapo) St.Gallen sowie das Forensische Institut der Stadtpolizei Zürich beigezogen.

Wer hat etwas gesehen?

Aufgrund der vorläufigen Ergebnisse der kriminaltechnischen Untersuchung kann weder eine technische Ursache noch eine Brandstiftung als Brandursache ausgeschlossen werden. Die Landespolizei ersucht daher Personen, die in der Nacht auf Dienstag zwischen 3.00 und 3.45 Uhr im Umfeld des abgebrannten Imbisslokals an der Landstrasse in Triesen Wahrnehmungen gemacht haben, diese unter der Telefonnummer 00423 236 71 11 zu melden.

Notrufzentrale war wegen Fehler nicht erreichbar

Die Landespolizei wurde am frühen Dienstagmorgen von der Kantonspolizei St.Gallen über den Brand in Triesen informiert, da bei der Kantonalen Notrufzentrale entsprechende Meldungen eingegangen waren. Dies schreibt die Landespolizei in einer Mitteilung.

Wie die Analyse der Landespolizei zeigte, war die Landesnotruf- und Einsatzzentrale aufgrund eines technischen Fehlers bei einem automatischen Software-Update des Notruftelefonie-Systems temporär nicht erreichbar. Weshalb die automatische Umschaltung der Notrufnummern auf das vorgesehene Notsystem für die Dauer des Updates nicht erfolgte, ist noch unklar. Aktuell laufen die Abklärungen mit dem Systemlieferanten zur Klärung und nachhaltigen Behebung dieses Fehlers, heisst es weiter.

Feuerwehr rückte verzögert aus

Da der Erstmelder die Landespolizei aufgrund der technischen Panne nicht erreichen konnte, erfolgte die Alarmierung der Feuerwehr Triesen erst nach der Information durch die Kantonspolizei St.Gallen mit einer Verzögerung von vier bis fünf Minuten. Die Landespolizei bedauere die technische Störung und werde alles unternehmen, Störungen der Notrufnummer künftig zu verhindern.

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