Kantonale Auszeichnung und Förderbeitrag für eine Filmidee des Buchser Filmschaffenden Remy Blaser

Für die Weiterbearbeitung seines Filmstoffs «Fiat Lux» zu einem Treatment, einer Vorstufe des Drehbuchs, erhält der Buchser Remy Blaser einen kantonalen Beitrag von 15'000 Franken. Das gab das Amt für Kultur am Donnerstag bekannt.

Thomas Schwizer
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Die Filmidee von Remy Blaser wird vom Kanton unterstützt.

Die Filmidee von Remy Blaser wird vom Kanton unterstützt.

Bild: Fabienne Gantenbein

Die Geschichte, die Blaser als Filmidee eingereicht hat, mute «geradezu skurril an». «Fiat Lux» spinne die Geschichte um die gleichnamige Schweizer Sekte weiter und vermische sie gekonnt mit fiktionalen Elementen, würdigt Filmkommissionsmitglied Brigitte Hofer die Auszeichnung. Weiter führt sie aus:

«Die daraus entstehende Science-Fiction-Geschichte hat das Potenzial, eine spannende Vorlage für einen abendfüllenden Spielfilm zu werden.»

Blaser sieht seine Idee als «unmoralische Auseinandersetzung mit subjektiven Wahrheiten, esoterischen Weltansichten und übernatürlichen Ereignissen».

Buchs als passender Ort für die Umsetzung

Der Filmschaffende siedelt die Geschichte in Buchs an, wo er aufgewachsen ist und wohnt. Die Stadt in ländlicher Umgebung erachtet er als weder zu klein noch zu gross, um verwirrten Ideologen einen Nährboden zu liefern.

Boulevardmedien hätten in der Industriezone schon Hassprediger, Drogenringe, Verschwörungstheoretiker und andere Übeltäter vermutet. Nun soll sich im Film «eine Sekte dazugesellen, die sich mit allen Quirl-Wasser gewaschen hat».

Mastertitel in Film mit Vertiefung Drehbuch

Blaser ist 32-jährig und hat nach der Lehre und Berufstätigkeit auf der Gemeindeverwaltung Buchs in verschiedenen Funktionen Video- und Filmerfahrungen gesammelt. 2010 bis 2016 absolvierte er erfolgreich das Bachelor- und Masterstudium in Film an der Zürcher Hochschule der Künste, mit Vertiefung Drehbuch.

Sein Kurzfilm «Imago», er war für Drehbuch, Regie und Sound Design verantwortlich, hatte am Freitag in Zürich Premiere. Südkultur, das Amt für Kultur des Kantons St. Gallen und die Zürcher Filmstiftung unterstützten dieses Werk.