Schülerinnen sind an den Kantonsschulen Sargans, Heerbrugg und Wattwil in Überzahl

Sogar im Schwerpunktfach Biologie und Chemie hat es mittlerweile mehr Mädchen an der Kanti Sargans.

Alexandra Gächter
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Mädchen sind an der Kanti in der Überzahl.

Mädchen sind an der Kanti in der Überzahl.

Bild: Melanie Duchene

Region Nirgendwo gehen so wenige junge Männer aufs Gymnasium wie in der Ostschweiz. In den Kantonsschulen rund um die Region Werdenberg und Obertoggenburg, namentlich in den Kantonsschulen Sargans, Wattwil und Heerbrugg, sieht es nicht anders aus. 711 Personen besuchen derzeit die Kanti Sargans, wovon 420 (59 Prozent) Mädchen und 291 (41 Prozent) Knaben sind. Eigentliche Gymnasiasten sind davon aber nur 531. 180 Personen, davon 112 Mädchen, absolvieren an der Kanti Sargans die Fachmittelschule (FMS).

Das Verhältnis von den Gymnasiasten in Sargans ist dem der Gesamtschülerzahl sehr ähnlich: 308 (58 Prozent) sind Mädchen und 223 (42 Prozent) sind Knaben. Vor allem in den musischen Fächern wie Bildnerisches Gestalten und Musik sowie in allen Sprachfächern inklusive Latein ist der Mädchenüberschuss gross. Auffallend ist aber, dass sich sogar mehr junge Frauen als Männer für das Schwerpunktfach Biologie und Chemie interessieren. Mehr Knaben gibt es einzig in den beiden Schwerpunktfächern Physik und Mathematik sowie Wirtschaft und Recht. Die Verteilung der vergangenen fünf Jahre zeigt, dass sich am Geschlechterverhältnis in der Kanti Sargans nicht viel verändert hat. «Negative Rückmeldungen von Eltern, welche sich über eine Ausrichtung des Unterrichts an der Kanti Sargans primär auf Mädchen beziehen, sind mir keine bekannt», sagt Rektor Stephan Wurster auf Anfrage.

In der FMS Wattwil sind 93 Prozent weiblich

Die Kanti in Wattwil besuchen derzeit 479 (68 Prozent) Mädchen und 222 (32 Prozent) Knaben. Der Mädchenüberschuss ist vor allem in der FMS gross. 93 Prozent der 137 Personen sind junge Frauen. Von den 564 Gymnasiasten sind immerhin noch 62 Prozent weiblich. Einzig im Fach Physik und Mathematik zählt die Kanti Wattwil mehr junge Männer. In Wirtschaft und Recht sowie Biologie und Chemie ist das Verhältnis ausgeglichen. Die Kanti Heerbrugg meldet einen Frauenanteil von 59 Prozent. Da es in Heerbrugg keine FMS mehr gibt, gilt diese Zahl ausschliesslich für das Gymnasium.

Im Gymnasium der Kanti Sargans gibt es eine Tendenz, dass mehr Knaben als Mädchen während der Ausbildung freiwillig ausscheiden oder nicht promoviert werden. In Wattwil und Heerbrugg sind die Zahlen in Bezug auf die Geschlechter ausgeglichen.

Bei der Wirtschaftsmittelschule (WMS) und der Informatikmittelschule (IMS) der Kanti Sargans sieht das Bild etwas anders aus. 28 Knaben und 17 Mädchen besuchen die WMS und 26 Knaben und ein Mädchen die IMS.

Mehr Berufsmaturaschülerinnen am BZB

Bei den Berufsmaturitätsschulen des Berufs- und Weiterbildungszentrum in Buchs (BZB) herrschen dagegen wieder die jungen Frauen zahlenmässig vor, wenn auch etwas knapper. 162 junge Frauen (54 Prozent) und 140 junge Männer (46 Prozent) besuchen im BZB eine der verschiedenen Berufsmatura. Frauen besuchen hier vor allem die Richtung Gesundheit und Soziales (69 von 86) sowie Wirtschaft und Dienstleistung (67 von 94). Mehr Männer belegen hingen die Richtung Technik, Architektur und Life Science (89 von 111) sowie Natur, Landschaft und Lebensmittel (7 von 11).