Help-Weekend in Grabs: Junge Samariter auf Zeitreise

Am Wochenende erlebten 60 «Helpis» des Samariterverbandes SG/FL spannende Stunden.

Heidy Beyeler
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Das Lager für die Nacht ist bereit. (Bild: Heidy Beyeler)
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Eine Abkühlung war am heissen Samstagnachmittag willkommen.(Bild: Heidy Beyeler)
Silvia Frei erklärt, wie das Mäuse-Roulette funktioniert. (Bild: Heidy Beyeler)
Hier wird gelernt, wie Verletzte versorgt werden müssen. (Bild: Heidy Beyeler)

Das Lager für die Nacht ist bereit. (Bild: Heidy Beyeler)

Grabs Für die «Helpis» – so werden die jungen Samariter genannt – gestaltete sich das Help-Weekend als ein äusserst bewegtes, fröhliches Lager. Dabei lernten sie unter anderem neue Kumpels aus verschiedenen Regionen aus dem Kanton St.Gallen, dem Fürstentum Liechtenstein und der beiden Appenzell kennen. Für die Leiter und Leiterinnen und deren Helfende waren die zwei Tage wohl anstrengender.

Silvia Frei, Präsidentin Samariterverein Gossau, berichtet über Erfreuliches: «Als Kantonalverband stehen wir in Sachen Jugendarbeit an erster Stelle der 24 Samariterverbände der Schweiz. Der Samariterverband SG/FL hat mit seinen 19 Samariter-Jugendgruppen das Ziel seines Jugendkonzeptes für 2020 erreicht; im Verbandsgebiet sollen rund 20 aktive Help-Samariterjugendgruppen tätig sein, so die Vorlage aus dem kantonalen Verband.

Abwechslungsreiches Propramm für «Helpis»

Das Weekend war geprägt mit Themen aus der Vergangenheit und der Zukunft. Nach der Ankunft am Samstagvormittag im «Camp» bezogen die «Helpis» schon mal ihr Lager in Grabs, sprich die Turnhalle. Dort verbrachten die Jugendliche von sieben bis 15 Jahren auch die Nacht zum Sonntag.

Unter dem Motto «Zeitreise in die Vergangenheit» befassten sich die Teilnehmenden, eingeteilt in acht Gruppen, am Samstagnachmittag mit verschiedenen Themen auf spielerische Art und Weise. Die Aufgaben, die an den verschiedenen Posten gestellt wurden, hatten neben Spiel und Spass einen Funken Ernsthaftigkeit. Zum Beispiel beim Rollstuhlfahren. Da gab es zum Teil richtige Rennen; aber, die Kinder erfuhren dabei auch, wie mühsam es ist, wenn es darum geht, mit dem Rollstuhl ein Hindernis bewältigen zu müssen. Der Posten «Feuerwehr» kam den Jugendlichen am heissen Samstagnachmittag gerade recht, um sich mit dem Wasser aus dem Kübel abzukühlen.

Eine lange oder kurze Nacht?

Nach dem Abendessen gab es einen Mittelalter-Markt mit verschiedenen mitgebrachten Werkzeugen und Kleidern. Dazu gehörte auch ein echter Pranger, der als Dekoration diente. Beim Anblick dieses Gerätes brauchte es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, wie sich Menschen gefühlt haben müssen, die einst gegen ihren Willen öffentlich zur Schau gestellt wurden.

Lässig fanden die Kinder die Mohrenkopf-Schleuder, das Mäuseroulette und natürlich den Wahrsager, sagte Laura Frühwirth, Leiterin aus Buchs.

Die Spielecke war bis Mitternacht geöffnet, danach zogen die Nachtwächter Beni und Robin durch die Lagerstätte, um für Ruhe zu sorgen. Egal, wie gut die einen oder anderen geschlafen hatten, um Viertel nach sieben war am Sonntagmorgen Tagwache – ohne Wenn und Aber.

Nach dem Frühstück ging es wieder auf Zeitreise. Dieses Mal mit Blick in die Zukunft. Zum Beispiel mit der Schlacht der Planeten, in Anlehnung an die Fernsehshow «Schlag den Raab». Und dann ging es schon bald wieder auf den Heimweg.