Jonas Lenherr will in Schweden wieder fahren

Vor den Weihnachten erlitt Skicross-Fahrer Jonas Lenherr bei einer Trainingsfahrt in Innichen (Italien) eine Luxation der linken Schulter. Der Gamser ist auf dem Weg zur Besserung und positiv eingestellt.

Robert Kucera
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Jonas Lenherr strahlt während seiner Verletzungspause grosse Zuversicht aus und hofft auf ein baldiges Comeback im Weltcup (Bild: Robert Kucera)

Jonas Lenherr strahlt während seiner Verletzungspause grosse Zuversicht aus und hofft auf ein baldiges Comeback im Weltcup (Bild: Robert Kucera)

Blickt der 29-Jährige heute auf den Zwischenfall zurück, hält er fest: «Dumm gelaufen.» Die Berührung mit einem anderen Fahrer brachte Lenherr so unglücklich zu Fall, dass er sich verletzet. In neun von zehn Fällen stehe man nach dem Sturz wieder auf – und begibt sich zum nächsten Lauf.

Rasch hat der Skicrosser vom Skiclub Gams erfasst, was los ist. Denn mit der linken Schulter hatte er in der Vergangenheit schon einige Male zu kämpfen. «Ich hoffe, dass man die Schulter schnell wieder einkugelt wird und dass es gut kommt», beschreibt er seine Gedanken nach dem Sturz. Mit «gut kommen» meint Lenherr auch, dass keine Schäden an den Knochen entstanden sind – es wäre die langwierige Variante dieser Art von Verletzung.

«Wenn ich nicht fit bin, fahre ich nicht»

Doch der dreifache Weltcup- Sieger hatte Glück im Unglück. Er hat zwar Schmerzen, «doch es geht mir immer besser». Jeden Tag sieht er kleine Fortschritte. «Es braucht halt seine Zeit, es ist ein Geduldsspiel.» Ein Datum, wann seine linke Schulter wieder voll funktionstüchtig ist, kann ihm niemand sagen. Jonas Lenherr muss sich diesbezüglich auf sein persönliches Empfinden stützen. «Aber ich bleibe positiv. Es ist ja nicht so schlimm.»

Sein Ziel ist es, vom 18. bis 20. Januar an den Weltcup-Rennen im schwedischen Idre Fjall teilzunehmen. «Aber ich will nichts überstürzen», hebt er den Mahnfinger. Clever- und Coolness ist gefragt. «Wenn ich nicht fit bin, fahre ich nicht.» Denn in seinem Sport braucht er Arme und Schultern für die Schnellkraft am Start. Schmerzfrei zu sein – und somit fit – hat selbstverständlich erste Priorität.

Die ersten Weichen in Richtung Idre Fjall könnten schon am Montag gestellt werden. Denn in zwei Tagen hat Jonas Lenherr einen Arzttermin, an welchem seine linke Schulter, respektive der Heilungsverlauf, genaustens begutachtet wird.

Fanny Smith doppelt in Innichen nach

Fanny Smith befindet sich in einer beneidenswerten Frühform. Vier Tage nach dem Triumph beim Weltcup-Auftakt in Arosa gewinnt die 26-jährige Waadtländerin auch im italienischen Innichen.

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Robert Kucera

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