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Skicrosser Jonas Lenherr: «Es läuft alles nach Plan»

Der 29-jährige Gamser nimmt seine sechste Weltcupsaison in Angriff. Wann genau, ist bei der prekären Schneelage in den Alpen noch ungewiss. Nur eines steht fest: Der Werdenberger hat alles unternommen, um regelmässiger Podestfahrer zu werden.
Robert Kucera
In den Startlöchern: Auch im schneefreien Training üben Jonas Lenherr und seine Teamkollegen den nicht unwesentlichen Beginn eines jeden Rennens. (Bild: Robert Kucera)

In den Startlöchern: Auch im schneefreien Training üben Jonas Lenherr und seine Teamkollegen den nicht unwesentlichen Beginn eines jeden Rennens. (Bild: Robert Kucera)

«Mit meiner Saison bin ich zufrieden, wenn ich mein Bestes geben und abrufen kann», formuliert Jonas Lenherr. Dies wirkt relativ zurückhaltend. Doch auf den zweiten Blick verrät der Gamser Skicrosser grosse Ambitionen. Denn mit seiner bestmöglichen Leistung will er diese Saison regelmässig auf dem Siegerpodest der Weltcup-Rennen stehen. Schafft er das, ist das andere Ziel, Qualifikation für die Weltmeisterschaften in Park City (USA) nur noch Formsache.

Die WM im Februar stellt für Lenherr und das Schweizer Team eine echte Herausforderung dar. «Alle Schweizer sind fähig, eine Medaille zu holen», beschreibt der 29-Jährige die unbestrittene Klasse der Skicross-Eidgenossen. Doch es gibt einen Haken: An den seit 2005 stattfindenden Weltmeisterschaften vermochten die Herren noch nie Edelmetall zu gewinnen. «Es wäre mal Zeit, dass einer eine WM-Medaille holt», so Lenherr. Der Werdenberger hat sich jedenfalls dieses Ziel in den Kopf gesetzt. Er will lieber mit einer Medaille heimkommen, als mit Eindrücken, die er im WM-Ort gesammelt hat.

Für Konstanz gibt es noch keine Rezept

Um den Flieger in die USA zu erwischen, ist eine hohe Konstanz erforderlich. Ein oder zwei gute Rennen könnten im starken Schweizer Team zu wenig sein, um dem WM-Quartett anzugehören. Konstanz ist auch das Zauberwort, wenn Jonas Lenherr das Siegertreppchen regelmässig besteigen will. «Es ist schwierig. Wenn es ein Rezept gäbe, hätte ich es schon letztes Jahr ausprobiert. Es sind bestimmt auch technische Fehler passiert. Bringe ich diese weg, liegt noch einiges drin», ist der Gamser selbstkritisch. Ein anderer Ansatz wäre Übermotiviertheit, gepaart mit höherer Risikofreude. «Ich wollte bestimmt immer das Maximum herausholen. Durch das waren es vielleicht 101 Prozent, die dann dafür sorgten, dass es eben nicht rund läuft und ich nicht schnell bin.»

Dazu kommt noch die Konkurrenz, die nicht schläft: «Von 32 Fahrern im Final sind 25 in der Lage, ein Weltcup-Rennen zu gewinnen.» Es gilt also, auf dem schmalen Grat zwischen Erfolg und Misserfolg das richtige Rezept zu finden. «Und läuft es mal rund, kann man auf dieser Welle surfen, alles fällt einem dann leicht.» So geschehen bei Marc Bischofberger letzte Saison, der Olympiasilber und den Gesamtweltcup gewann. «Ich probiere, dahin zu kommen», sagt Lenherr. «Aber ich muss meinen eigenen Weg gehen, kann niemanden kopieren.»

Standortbestimmung im Pitztal

Den Grundstein zum Erfolg hat der Werdenberger in der Vorbereitung gelegt. Hier hat er alles beim Alten belassen, nur wenige Details geändert. «Ich bin mit dem Sommer zufrieden. Es läuft alles nach Plan.» Nachdem er Ferien gemacht hat, begann der Aufbau mit Konditions- und Krafteinheiten. «Und Laktat-Training. Das ist hässlich – bringt aber viel», ergänzt er. Daneben hielten sich Repräsentationspflichten in Grenzen. Besonders Spass hat ihm das Gamser Dorffest gemacht. «Da bin ich gerne hingegangen, um Autogramme zu geben, mit den Leuten reden. Es war lustig.»

Weniger zu lachen hat Jonas Lenherr, wenn er auf den Rennkalender blickt. Auf der Homepage der FIS steht bei den ersten drei Weltcup-Rennen mit rot geschrieben: Cancelled. Die Verzögerung des Saisonstarts ist nicht in seinem Sinne. Denn im Pitztal fanden kürzlich ein FIS- und ein Europacup-Rennen statt, mit den Rängen drei und eins für den Gamser.

«Das war es eine Standortbestimmung betreffend Material, meiner körperlichen Verfassung und ob der Speed, den ich an den Tag legte, passte. Für mich war es ein gutes Zeichen, dass alles passt.» Für Lenherr steht fest: «Ich habe alles gemacht für den Erfolg. Was der Winter bringt, wird sich zeigen.»

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