ITW investiert die Millionen nun in Savognin statt in Wildhaus

Die Liechtensteiner Unternehmung ITW investiert am Standort Savognin 19 Millionen Franken in ein Viersternhotel, das von der Jufa-Gruppe aus Österreich betrieben werden soll. 

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So hätte die Südseite des geplanten Jufa-Hotels in Wildhaus ausgesehen. Nachdem das Projekt an der Volksabstimmung vom 15. April 2018 bachab geschickt wurde, investiert die Unternehmen nun in Savognin. (Visualisierung: Jufa)

So hätte die Südseite des geplanten Jufa-Hotels in Wildhaus ausgesehen. Nachdem das Projekt an der Volksabstimmung vom 15. April 2018 bachab geschickt wurde, investiert die Unternehmen nun in Savognin. (Visualisierung: Jufa)

(WO) «Wir haben uns nach der Ablehnung in Wildhaus im letzten Jahr ganz bewusst für den Standort Savognin entschieden, da wir vom touristischen Potenzial dieser Region überzeugt sind», erklärt Martin Meyer, Geschäftsführer der ITW, auf Anfrage des Liechtensteiner Vaterlandes. Graubünden sei für die ITW als Projektentwickler einer der Hauptmärkte. Ein weiteres Projekt fasst man in St. Moritz ins Auge, dort soll ein neues Gesundheitshotel kombiniert mit der Klinik Gut entstehen.

21 Millionen Franken hätte das Volumen betragen

Das Verdikt letzten April war klar: Über 60 Prozent der Stimmbürger von Wildhaus-Alt St. Johann sagten Nein zu einem Gemeindebeitrag von sieben Millionen Franken an ein neues Hotel in Wildhaus. Mit der ITW-Gruppe und der Jufa-Gruppe hatte die Gemeinde eine Investorin und eine Betreiberin an der Hand. Diese sagten aber von Anfang an, dass sie das Hotel nur mit der Beteiligung der öffentlichen Hand realisieren würden.

Sieben Millionen Franken hätte die Investition für die Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann gekostet, dies bei einem gesamten Investitionsvolumen von 21 Millionen Franken.

WILDHAUS-ALT ST.JOHANN: Jufa-Hotel als "Impuls für die ganze Region"

Die Finanzierung des 7-Millionen-Beitrags der Gemeinde für öffentlich nutzbare Bereiche, Arbeitsplätze, Bauaufträge und die Belebung des Tourismus prägten die erste Infoveranstaltung zum Erlebnishotel. Es gab zahlreiche kritische Fragen, aber auch viel Unterstützung.
Thomas Schwizer