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Die grossen Investitionen in die ARA Buchs sind ein Muss

Die Bevölkerung und die Wirtschaft der Gemeinden Buchs, Sevelen und Grabs generieren pro Tag bis zu 10 Millionen Liter Abwasser.
Der Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini SchwendenerDer Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini Schwendener
Der Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini SchwendenerDer Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini Schwendener
Der Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini SchwendenerDer Neu- und Umbau der Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs ist auf Kurs. Bilder: Heini Schwendener
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Investitionen in ARA Buchs sind ein Muss

(she/pd) Das in der ARA Buchs gereinigte Abwasser gelangt letztlich in den Bodensee, und damit in einen riesigen Trinkwasserspeicher. Selbstredend, dass an dieses gereinigte Abwasser besonders hohe Qualitätsanforderungen gestellt werden.

In die ARA Buchs gelangt das Abwasser der Gemeinden Buchs, Sevelen und Grabs, bis zu 10 Millionen Liter pro Tag. Die in die Jahre gekommene Anlage hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Sie muss nun in drei Etappen für viel Geld ausgebaut und auf den neusten Stand gebracht werden (vgl. Titelseite).

Viel Separation vor der biologischen Reinigung

Was passiert mit dem Abwasser in der ARA Buchs? Mit dem Duschen und Baden, dem Kochen, Geschirrspülen und Wäsche waschen, dem Einleiten von Gewerbe- und Industrieabwässern sowie mit der Toilettenspülung gelangen die verschiedensten Materialien und Substanzen ins Abwasser und schliesslich zur ARA. Feststoffe wie Feuchttücher, Wattestäbchen und Textilien werden vor der biologischen Reinigung mit dem Einsatz von Rechenanlagen dem Abwasser entnommen und in der naheliegenden Kehrichtverbrennungsanlage zur Fernwärmeproduktion verwertet.

Fette, Öle sowie Sand und Kies werden im sogenannten Sand- und Fettfang ebenfalls vor der biologischen Reinigung aus dem Abwasser entfernt. Die Fette und Öle werden zu Biogas umgesetzt, gereinigt und ins Erdgasnetz eingespeist. Sand und Kies gelangen auf die Deponie.

Faulungs- und Gasanlage wird ausgebaut

Anschliessend werden Feststoffe, die sich leicht absetzen, in Vorklärbecken dem Abwasser entnommen und der Biogasproduktion zugeführt. Derzeit wird die Faulungs- und Gasanlage der ARA Buchs für 13,6 Millionen Franken ausgebaut.

Der Ausbau der ARA Buchs konnte bisher hinausgezögert werden: Durch die stete Kontrolle und Instandsetzung der 150 Kilometer langen Schmutzwasserkanalisation im Verbandsgebiet wurde der Anteil von sauberem eindringendem Fremdwasser im Schmutzwasser kontinuierlich verringert. Auch der Wasserverbrauch der Einwohner reduzierte sich durch technische Verbesserungen an Toiletten und Wasserarmaturen. Doch nun wird der Ausbau der Biologie unumgänglich, denn die bestehenden Becken mit ihrem Fassungsvermögen reichen nicht mehr, um bei steigendem Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum die kohlenstoffhaltigen Verunreinigungen innert nützlicher Frist genügend abzubauen (vgl. Zweittext). 50 Prozent des Abwassers stammen aus Industrie und Gewerbe, was gemäss ARA-Geschäftsführer Alain Fischer für die Anlage eine «sportliche Herausforderung» darstellt.

Mikroverunreinigungen eliminieren

Wenn dereinst die Biologie der ARA Buchs ausgebaut sein wird, stehen bereits weitere Investitionen an: die Elimination von Mikroverunreinigungen wie Antibiotika, Medikamentenrückständen und Pestiziden. Von den schweizweit 700 ARA sind 100 dazu verpflichtet, Anlagen zur Elimination von Mikroverunreinigungen zu erstellen. Entscheidend dafür ist die Grösse der ARA und die Art der Gewässer, in die das gereinigte Wasser eingeleitet wird. Da die ARA Buchs das gereinigte Wasser in den Zulauf des Bodensees, einem Trinkwasserspeicher, leitet, ist sie verpflichtet zur Elimination von Mikroverunreinigungen. Zudem verlangt der Bund ab 2026 das Phosphorrecycling aus Klärschlamm.

Bereits im künftigen Antrag an das Stimmvolk zur Leistungssteigerung der Biologie wird der Platzbedarf für den darauf folgenden Ausbauschritt mitberücksichtigt.

Hinweis
Ab November sind alle Projekte und viel Wissenswertes über die ARA Buchs im Internet nachzulesen unter www.ara-buchs.ch

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